2. Rundschreiben unserer Generalkonferenz zur Corona Pandemie

20. März 2020

Liebe Geschwister, Glieder der Siebenten-Tags-Adventisten Reformationsbewegung,

wir beten, dass der Herr Jesus Christus, unser gnädiger Heiland, Euch und Eure Familien in dieser ausgewöhnlichen Zeit weiterhin beschützen möge. Bei dieser Gelegenheit möchten wir Euch auch im Namen unseres Herrn grüßen, und zwar mit den ermutigenden Worten aus Zephania 3, 12: „Ich will in dir lassen übrigbleiben ein armes, geringes Volk; die werden auf des Herrn Namen trauen.“

Wir möchten unseren Geschwistern in den verschiedenen Teilen der Welt, die unter den Einschnitten leiden müssen, die die COVID 19 Pandemie verursacht hat, unser tiefes Bedauern aussprechen. Daher laden wir unsere Geschwister weltweit ein, uns einem Tag des Fastens und Betens am Freitag, den 27. März 2020 anzuschließen, damit wir unsere Seelen vor Gott eröffnen und unsere Leben im Lichte des Wortes Gottes prüfen und untersuchen.

Die Nachrichten in der Welt offenbaren, dass die Änderungen in unserem gesellschaftlichen und religiösen Leben einschneidend sind und schnell ablaufen. Wir haben viele Jahre solche „Endzeit-Ereignisse“ gepredigt, und wir fangen nun tatsächlich an, im größeren Ausmaß zu erfahren, dass unsere Generation Teil dieser Erfüllungen werden. „Bald werden große Veränderungen in der Welt stattfinden, und die Schlussereignisse werden sehr schnell ablaufen.“ – Zeugnisse, Band 9, S. 16.

„Wenn wir kein Verständnis dafür bekommen, wie wichtig die Augenblicke sind, die im Fluge der Ewigkeit zueilen, und uns bereit machen, am großen Tage Gottes zu bestehen, werden wir untreue Haushalter sein. Der Wächter muss wissen, wie weit die Nacht vorgerückt ist. Alle, die an die gegenwärtige Wahrheit glauben, sollten erkennen, in welch feierlichen Zeit wir jetzt leben.
Unsere Zeit ist kostbar. Wir haben nur noch wenige, sehr wenige Tage Gnadenzeit, in denen wir uns auf das zukünftige, unvergängliche Leben vorbereiten können. Wir haben keine Zeit durch leichtfertiges Verhalten zu verlieren. Wir sollten uns fürchten, das Wort Gottes oberflächlich zu nehmen.“ – Zeugnisse, Band 6, S. 406.

Jetzt ist die Zeit, da wir Gott am meisten benötigen. Lasst uns vor den Thron unseres himmlischen Vaters treten, der sich unserer erbarmen wird. „Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter seine Gedanken und bekehre sich zum Herrn, so wird er sich sein erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.“ (Jesaja 55, 7.)

Der Herr versichert uns: „Siehe, wenn ich den Himmel zuschließe, dass es nicht regnet, oder heiße die Heuschrecken das Land fressen oder lasse Pestilenz unter mein Volk kommen, und mein Volk sich demütigt, das nach meinem Namen genannt ist, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren werden: so will ich vom Himmel hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen.“ (2. Chronik 7, 13. 14.)

Mögen wir alle Trost und göttliche Kraft von oben erhalten, durch die allmächtige Macht unseres starken Gottes sowie die kostbaren Verheißungen, die er für uns in diesen letzten Tag bereitet hat!

Der Exekutiv-Ausschuss der Generalkonferenz


1. Rundschreiben unserer Generalkonferenz zur Corona Pandemie


Roanoke, 13. März 2020

Liebe weltweite Familie der Siebenten Tags Adventisten Reformationsbewegung,

der Friede unseres Herrn Jesus Christus sei mit jedem einzelnen von Euch.

Wir alle verfolgen die Entwicklung der Corona-Virus Pandemie in den letzten Tagen, die bereits fast alle Teile der Welt erreicht hat. Als Gemeinde möchten wir die gute Gesundheit bei allen unseren Gemeindegliedern fördern, sowie all derer, mit denen wir in Kontakt kommen.

Deshalb möchte ich gerne diese Gelegenheit dazu nutzen, um allen unseren Familiengliedern zu raten, alles zu tun, um eine Ansteckung und Verbreitung an andere zu verhindern.

Als Reformer sollen wir weiterhin unserer Gesundheitsreform, die uns offenbart ist, folgen und unsere Ernährung, unseren Schlaf, die Bewegung, Hygiene und alle gesundheitsbezogenen Gewohnheiten diesbezüglich ausleben. Wenn wir unseren Teil tun, können wir in Frieden darauf vertrauen, dass unser Gott sich um uns sorgen und nicht zulassen wird, dass etwas geschieht, was nicht nach seinem Willen ist.

Wer ist die Ursache dieser Seuche?

„Satan wirkt auch durch die Elemente, um seine Ernte, die unvorbereiteten Seelen, einzusammeln… Gott behütet seine Geschöpfe und bewahrt sie vor der Macht des Verderbens. Die christliche Welt hat das Gesetz des Herrn verachtet, und der Herr wird genau das tun, was er angekündigt hat ausführen zu wollen: er wird der Erde seinen Segen entziehen und seinen fürsorgenden Schutz von denen nehmen, die sich gegen sein Gesetz empören und andere lehren und zwingen, dasselbe zu tun.
Während er den Menschenkindern als ein großer Arzt erscheint, der alle ihre Krankheiten heilen kann, wird er Gebrechen und Unheil bringen, bis volkreiche Städte in Trümmer und Einöden verwandelt sind. Gerade jetzt ist er am Wirken. In Unfällen und Not zu Wasser und zu Lande, in großen Feuersbrünsten, in wütenden Wirbelstürmen und schrecklichen Hagelwettern, in Orkanen, Überschwemmungen, Springfluten und Erdbeben, an allen Orten und in tausenderlei Gestalt übt Satan seine Macht aus. Er fegt die reifende Ernte hinweg, und Hungersnot und Elend folgen. Er erfüllt die Luft mit einer tödlichen Seuche, und Tausende kommen durch Pestilenz um. Die Heimsuchungen werden immer häufiger und unheilvoller werden. Das Verderben wird über Menschen wie über Tiere kommen. „Das Land steht jämmerlich und verderbt ... die Höchsten des Volks ... nehmen ab. Das Land ist entheiligt von seinen Einwohnern; denn sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote und lassen fahren den ewigen Bund.“ (Jesaja 24, 4. 5.) – Der große Kampf, S. 590.

Sorgenvolle Herzen wenden sich an ihren Vater

Obwohl es für viele eine Zeit der Furcht ist, können wir doch unsere Häupter erheben und uns über die Tatsache freuen, dass die Wiederkunft des Herrn näher ist als je zuvor:
„Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in der Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, so sehet auf und erhebet eure Häupter, darum dass sich eure Erlösung naht.“ (Lukas 21, 27. 28.)

Wir können diese Gelegenheit nutzen, wenn die Menschen einer ungewissen Zukunft entgegensehen, um ihnen die Lösung für die Probleme dieser Welt oder auch ihrer persönlichen Probleme zu sagen, der wir auch bald begegnen werden. Jesus ist die Lösung aller Probleme und er ist dabei, seine Verheißung zu erfüllen, zurück auf diese Welt zu kommen und die Seinen, die mit ihm gelebt haben, auf eine Welt zu holen, die weitaus besser ist als unsere. Er nimmt uns bald mit nach Hause.
Die Wiederkunft Jesus ist direkt vor uns, sowie die Errichtung seines gerechten Reiches.

Gemeindeversammlungen

Bezüglich der Versammlungen in unseren Gemeinden, möchten wir alle unsere Gemeindeglieder ermutigen, sich weiterhin normal zu versammeln, es sei denn, es gibt vernünftige Gründe, die solches verhindern (wenn anfällige, schwache und zum Leid geneigte Teilnehmer anwesend sind, oder die Aufgrund einer Ansteckung sogar sterben könnten) oder wo die örtlichen Behörden, aufgrund des Risikos der Verbreitung der Krankheit, Versammlungen als solche verbieten.
Wie immer sollen wir der Obrigkeit gehorchen, da sie Werkzeuge Gottes sind, solange sie sich ihm nicht widersetzen. (siehe Römer 13, 1 und Apostelgeschcihte 5, 29.)

Anweisungen befolgen, Krankheiten zu vermeiden ist unsere christliche Pflicht

Sich nicht zu versammeln, wenn wir uns und andere in Gefahr bringen könnten, sollte nicht als Mangel an Glauben angesehen werden. Wir sind angewiesen die bestmögliche Fürsorge für den Tempel Gottes walten zu lassen. „Oder wisset ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst.“ (1. Korinther 6, 19.)
Im Gegenteil, wenn es klare Risiken gibt und wir uns ihnen unnötig aussetzen, erzeigt sich das als Anmaßung. „Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: ‚Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen.‘“ (Lukas 4, 12.)

Lasst uns treu gegenüber unserem himmlischen Vater sein, und wenn es sein Wille ist, wird er uns vor diesem Übel bewahren. Wenn Gott aber einen anderen Plan für jemanden von uns hat, und jemand positiv auf das Virus getestet wurde, der denke daran, dass Gott für jeden sorgt und er unser große Arzt ist. Er liebt dich und wird dich auf seinen liebenden Händen tragen, um dich durch die Prüfungen hindurchzubringen, denen du begegnen musst.

Möge uns Gott in seiner Gnade die Entscheidungskraft und Stärke geben, um seinen Wille zu tun und seinen Namen unter allen Umständen zu verherrlichen.

Euer Bruder in der gesegneten Hoffnung

Eli Tenorio

SDARM Generalkonferenz Vorsteher

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