DIE WELTGESCHICHTE IM TIERBILD 

Wir wenden uns heute einer weiteren geschichtlichen Prophezeiung aus dem Buch des Propheten Daniel zu. Sie ist eng verknüpft mit derjenigen, welche wir in der vorhergehenden Lektion gelernt haben. Während die Weltgeschichte im Symbol einer menschlichen Gestalt vom König Babylons gesehen wurde, durfte Daniel die Entwicklung zukünftiger Dinge in Tierbildern schauen“

Bitte lesen Sie Daniel 7, 1. 2. 

Was bedeuten in der Prophetie die vier Winde und das große Meer? Bitte lesen Sie Jesaja 17, 12. 13. und Offenbarung 17, 15.
Was sieht der Prophet aus dem Völkermeer hervorkommen? Bitte lesen Sie Daniel 7, 3.

Winde bedeuten in symbolischer Sprache Streit, politische Umwälzungen und Krieg. Wasser und Meer bedeuten Völker, Nationen und Sprache, wenn sie als Symbol angewandt werden. Aus diesen durch Krieg und politische Umwälzungen hin- und herwogenden Völkermassen sieht Daniel vier große Tiere nacheinander sich entwickeln.

Was versinnbilden diese Tiere? Bitte lesen Sie Daniel 7, 17.

Es sind die vier Weltreiche, die wir bereits aus Daniel 2 kennen. Bitte lesen Sie auch Daniel 7, 4. Es sind also wieder diese vier Weltreiche, die wir bereits aus Daniel 2 kennengelernt haben, jetzt in ihrer charakterlichen Beschaffenheit "Das erste wie ein Löwe und hatte Flügel wie ein Adler. Ich sah zu, bis dass ihm die Flügel ausgerauft wurden; und es ward von der Erde aufgehoben, und es stand auf zwei Füßen wie ein Mensch, und ihm ward ein menschlich Herz gegeben." Daniel 7,4.

In diesem Löwen mit den beiden Adlerflügeln erkennen wir das babylonische Weltreich. Dieser charakteristische Löwe war das Wappentier der Babylonier. Anfangs hatte der Löwe Flügel wie ein Adler, welches die Schnelligkeit veranschaulichen sollte, mit der Babylon seine Siege unter Nebukadnezar errang. Im Laufe der Vision jedoch fand eine Veränderung statt: die Flügel wurden ausgerauft, er flog nicht mehr wie ein Adler nach seinem Raub. Ein menschliches Herz, schwach, ängstlich und zaghaft, hatte die Stelle jener Eigenschaften eingenommen. Dieses war in hohem Grade der Fall mit dem schwachen und kleinmütigen Belsazer, welcher sich aus Feigheit und Angst in der Stadt Babel einschloss und mit dem das babylonische Weltreich 538 v. Chr. zum Abschluss kam.

Unter welcher Gestalt erscheint das zweite Reich Medien-Persien? Bitte lesen Sie Daniel 7,5.
Wie wird die dritte Weltmacht - Griechenland - charakterisiert? Bitte lesen Sie Daniel 7,6.

Der Leopard ist an sich schon ein schnelles und gewandtes Tier, doch wird seine Schnelligkeit durch die vier Flügel auf seinem Rücken noch wesentlich erhöht. Das entspricht genau dem raschen Siegeszug Alexanders des Großen, der in 8 Jahren 8.200 km erobernd zurücklegte. Das Tier hatte vier Köpfe. Das griechische Reich erhielt sich als ein Ganzes nur für kurze Zeit nach Alexanders Tod im Jahr 322 v. Chr. Innerhalb von 22 Jahren nach dem Abschluss seiner glänzenden Laufbahn wurde das Reich im Jahre 300 v. Chr. unter seine vier leitenden Generäle aufgeteilt. Kassander nahm Mazedonien und Griechenland im Westen in Besitz; Lysimachus hatte Thrazien und die Teile Asiens am Hellespont und Bosporus im Norden inne; Ptolemäus erhielt Ägypten, Libyen, Arabien, Palästina und Syrien im Süden; und Seleukus erhielt den Rest des Gebietes Alexanders im Osten.

Nun das vierte Weltreich - Rom

Bitte lesen Sie Daniel 7,7.

Es entspricht den eisernen Füßen des Standbildes und ist somit die römische Macht. Sie unterjochte das griechische Reich. In dem Schrecken und der Angst, die es einflößte, und in seiner zunehmenden Kraft hat die Welt nie seinesgleichen gesehen. Es zertrat alles mit den Füßen. Die zehn Hörner bedeuten nichts anderes als die zehn Zehen, demnach die zehn europäischen Staaten, die aus dem römischen Weltreich entstanden. "Die zehn Hörner bedeuten zehn Könige, so aus dem Reich entstehen werden." Daniel 7 24. 

Welche weitere Macht entsteht aus dem römischen Tier, noch mächtiger als die zehn anderen? Bitte lesen Sie Daniel 7, 8.
Aus Rom kommt neben den zehn Teilstaaten eine weitere Macht hervor, die anders und noch mächtiger als sie ist.
Welche charakteristischen Merkmale trägt diese Macht, die dem kaiserlichen Rom folgt, nach göttlicher Prophetie? Bitte lesen Sie Daniel 7,24 zweiter Teil und Vers 25.

Es ist wert und äußerst notwendig, diese Merkmale festzuhalten: Beschriebene Macht entwickelt sich aus Rom, ist anders als die zehn Reiche neben ihr, drei Könige werden von ihr bekämpft und besiegt, sie streitet gegen oder verfolgt wahrhaft gläubige Menschen, tötet sie, lästert Gott, nimmt eine Veränderung der Zeit und des Gesetzes Gottes vor und hat eine unumschränkte Herrschaftsdauer von dreieinhalb Zeiten. Die göttliche Prophetie bezieht sich hier auf niemand anders als auf das geistliche Rom.

a) Welches sind die von ihr bekämpften und besiegten drei Könige? Die drei von dieser Macht gedemütigten Könige waren die drei arianischen Mächte: die Heruler, Vandalen und Ostgoten. Sie standen der universellen Entwicklung des Bischofs von Rom zum Alleinherrscher im Wege.
b) Macht sich das geistliche Rom der Gotteslästerung schuldig? Und was die Gotteslästerung betrifft - Der höchste Würdenträger in Rom lässt sich "Heiliger Vater" nennen, obwohl Christus dies ausdrücklich untersagt hat.

"Und sollt niemand Vater heißen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. Und ihr sollt euch nicht lassen Meister nennen; denn einer ist euer Meister, Christus. Der größte unter euch soll euer Diener sein." Matth. 23,10.11

c) Hat das geistliche Rom Andersgläubige verfolgt? Jedermann, der die Kirchengeschichte genauer gelesen hat, kann eine Antwort hierauf geben. Jeder weiß, dass das geistliche Rom für lange Zeit unbarmherzige Verfolgungen gegen die wahren Anhänger Gottes betrieben hat. Kriege, Kreuzzüge, Gemetzel, Inquisitionen und Verfolgungen jeder Art waren die Waffen, deren es sich zur Vertilgung bediente.
d) Hat die gleiche Macht sich erlaubt, die von Gott persönlich geschriebenen Zehn Gebote und die Zeit zu ändern? Das zweite Gebot, welches die Bilderverehrung verbietet, wurde ganz gestrichen. Die Folge davon waren nur noch neun Gebote. Um die Zahl „10" wieder zu erreichen, wurden aus dem Zehnten Gebot zwei Gebote gemacht. Die Heilighaltung des siebenten Wochentages, des Sabbats (Samstag), wurde auf den ersten Tag der Woche, den Sonntag, verlegt. Damit wurde dieses Gebot seines Sinnes beraubt.
e) Die Erklärung über die 3 1/2 Zeiten: Eine Zeit in der Weissagung ist dasselbe wie ein Jahr, drei Zeiten und eine halbe Zeit sind soviel wie dreieinhalb Jahre oder 42 Monate oder 1260 Jahre, weil in der prophetischen Zeitrechnung ein Jahr von 360 Tagen oder 12 Monate von je 30 Tagen benutzt werden. Da jeder Tag ein Jahr darstellt, dauert der Zeitabschnitt 1260 Jahre.

Im Jahr 538 n. Chr., nachdem die drei arianischen Mächte besiegt waren, schritt der römische Kaiser Justinian durch seinen Feldherrn Belisar zur Aufrichtung der unumschränkten Herrschaft des Papstes. Genau 1260 Jahre später, 1798 n. Chr., ließ Napoleon I. durch seinen Feldherrn, General Berthier, Papst Pius VI gefangen nehmen und brachte ihn nach Valence in Frankreich, wo er in der Verbannung starb.

Welches Schicksal wird das geistliche Rom gleich den weltlichen Mächten vor ihm teilen? Bitte lesen Sie Daniel 7, 26.
Weil keine der irdischen Mächte imstande und gewillt war das Glück und Wohlergehen seiner Untertanen mit Gottes heiligem Willen zu gewährleisten, wird der wahre Herrscher die Regentschaft am Ende der Zeiten wieder selbst übernehmen. Bitte Daniel 7, 27 lesen!

 

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1. Was bedeuten in prophetischer Sprache "Winde" und "Meer"?

2. Welche Reiche stellen die vier Tiere dar?

3. Was bedeuten die 10 Hörner beim vierten Reich?

4. Welche Macht stellt das Horn dar, das nach dem Ausraufen von 3 Hörnern hervorkam?

5. Wer sind die drei von dieser Macht besiegten "Könige"?

6. Was verstehen wir u. a. unter "Gotteslästerung"?

7. Wodurch wurden "Zeit und Gesetz" geändert?

8. Wieviele Jahre sind dreieinhalb Zeiten?

9. Von wann bis wann reicht diese Zeit?

10. Wann wird das Ende dieser Macht sein?

11. Wer wird dann das Reich einnehmen, und wie lange wird seine Herrschaft währen?

Fragen oder Bemerkungen zur Lektion:


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