Sabbatschullektionen Quartal 02/2024

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"Lehren aus den Briefen des Petrus (I)"

Vorwort

Wer von uns ist nicht durch ähnliche Situationen gegangen wie Petrus, der freimütige Jünger? Gewiss sieht jeder von uns Parallelen zu seinem Leben, zumindest in gewisser Weise. Sein hingebungsvoller Eifer und sein Wunsch, den Aufforderungen seines Meisters zu folgen, sind inspirierend. Wir können mit Sicherheit seine gelegentlichen beschämenden Fehler nachvollziehen und dadurch ermutigt werden, wie er nach seinem Fall wieder aufgestanden ist. Der Wachstumsprozess, den Petrus unter der Leitung Gottes durchlaufen hat, befähigte ihn für das Apostelamt, mit zwei Briefen, die in den Kanon der Heiligen Schrift aufgenommen wurden.

Deshalb werden sich die Schüler der Sabbatschule auf der ganzen Welt in den nächsten drei Monaten auf die Lehren aus den Briefen des Petrus (I) konzentrieren. Kostbare Perlen der Wahrheit von diesem von Gott inspirierten Mann sind dazu gedacht, uns im Wandel mit dem Herrn in Zeiten der Versuchung zu stärken.

Einer der Schlüsselpunkte der Petrusbriefe ist, dass das Volk Gottes ein Leben führen soll, das die Gemeinde Christi so erbaut, dass sie ein leuchtender Zeuge in dieser durch die Sünde verfinsterten Welt sein mag.

„Es muss eine Erweckung und eine Reformation unter der Leitung des Heiligen Geistes stattfinden. Das sind zwei verschiedene Dinge. Erweckung meint die Erneuerung des geistlichen Lebens, eine Stärkung der Kräfte des Herzens und des Geistes, eine Auferstehung vom geistlichen Tod. Reformation zeigt sich in einer organisatorischen Veränderung, einer Veränderung im Denken und Handeln. Reformation wird nicht die gute Frucht der Gerechtigkeit hervorbringen, wenn sie nicht mit einer Erweckung durch den Geist verbunden ist. Sowohl Erweckung als auch Reformation haben ihr bestimmtes Werk zu tun, und beide müssen sich darin ergänzen.“ – Für die Gemeinde geschrieben, Band 1, S. 135.

Ein interessantes Zeugnis ist für jeden von uns ein Aufruf, dass wir zu unserem geistlichen Wachstum beitragen können, wenn wir in dem ersten Petrusbrief lesen: „Mein Bruder, wenn du willst, kannst du in Gott stark sein. Du besitzt Fähigkeiten, die Gott dir anvertraut hat, damit du sie geheiligt für seinen Dienst bewahrst. Aber wenn du nicht alles Christo übergibst, werden sich deine Fähigkeiten für dich und andere als Gefahr erweisen, indem du sie veranlasst, sich von der Wahrheit und von Christo abzuwenden.

Für die Glieder der Gemeinde in … muss ein großes Werk getan werden. Sie benötigen inbrünstigen Eifer für Christum, müssen demütiger, geduldiger, freundlicher, lernbegieriger und in jeder Hinsicht christlicher sein. In ihrem Charakter sollten sie der Welt die heiligende Macht der Gnade kundtun. Möge Gott verhüten, dass ihr durch Wort oder Beispiel den Weg zu diesem notwendigen Werk versperrt. Wollt ihr mit Jesu zusammenarbeiten? Wollt ihr dem Herrn, der euch erkauft hat, treu sein? Wollt ihr alle geringfügigen Angelegenheiten in den Hintergrund stellen? Ihr müsst zu größerem Glauben, zu weitherziger Nächstenliebe getauft werden. Ihr müsst vor ewigen Dingen größere Ehrfurcht haben.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 599.
Möge der Herr uns allen helfen, dass wir uns dies während des Studiums zu Herzen nehmen.

Die Sabbatschulabteilung der Generalkonferenz