Sabbatschullektionen Quartal 03/2018

 im PDF Format oder Text Format

"Das Gebet"

Vorwort

„Unser himmlischer Vater wartet darauf, die Fülle seiner Segnungen über uns auszugießen. Dank seiner Gnadenerweisung können wir unaufhörlich aus dem Brunnen unbegrenzter Liebe trinken. Ist es nicht fast ein Wunder, dass wir so wenig beten? Gott ist immer willens, das aufrichtige Flehen seiner geringsten Kinder zu erhören; dennoch offenbaren wir so viel Abneigung, ihm unsere Bedürfnisse vorzutragen. Was mögen die Engel des Himmels beim Anblick der armen, hilflosen, der Versuchung unterworfenen Wesen denken, wenn Gottes Herz in seiner unendlichen Liebe nach ihnen sucht, stets bereit, ihnen über Bitten und Verstehen zu geben? Trotzdem beten wir so wenig und haben so wenig Glauben … 

Finsternis des Bösen umgibt die Gläubigen, die das Gebet vernachlässigen. Die Einflüsterungen des Feindes verleiten sie nur deshalb zur Sünde, weil sie die Gnadengabe nicht beanspruchen, die Gott ihnen mit der göttlichen Einrichtung des Gebets gegeben hat. Dürften die Kinder Gottes so mit ihrem Gebet zurückhalten? Das Gebet ist der Schlüssel in der Hand des Glaubens, der uns die Kammern des Himmels öffnet, in denen unermeßliche Schätze der Allmacht aufbewahrt liegen! Ohne ununterbrochenes Flehen und eifriges Wachen setzen wir uns der Gefahr aus, nachlässig zu werden und vom rechten Pfade abzuweichen. Unser Widersacher sucht uns fortwährend den Weg zum Gnadenthron zu versperren, damit wir nicht durch inniges Gebet und ernsten Glauben die Kraft der Gnade erhalten, der Versuchung zu widerstehen.“ – Der Weg zu Christus, S. 68. 69.

Welch ein großes Vorrecht haben wir, indem wir im Gebet vor Gott, unseren Vater, kommen können! Es ist uns nicht jederzeit möglich, niederzuknien und formell zu beten, aber wir können trotzdem mit ihm reden. Er kann uns weitaus mehr geben, als wir bitten oder uns auch nur vorstellen, und er wird unsere Gebete erhören. Die Antwort mag nicht immer unserem Wunsch entsprechen, sondern wird das sein, was er für das Beste hält. Wenn wir das Gebet zur Priorität und zur regelmäßigen Gewohnheit machen, werden wir uns ihm zuwenden und ihn um seine Führung bitten, genauso wie sich eine Pflanze der Sonne zuwendet. „Kein aufrichtiges Gebet verhallt ungehört. Inmitten des Gesangs der himmlischen Chöre vernimmt Gott das Rufen auch des schwächsten Menschenkindes. Ob wir im Kämmerlein unser Herz vor ihm ausschütten oder ob wir auf der Straße ein Gebet flüstern, immer erreichen unsere Worte den Thron des Weltenherrschers; sie mögen für ein Menschenohr unhörbar sein; trotzdem gehen sie nicht im unendlichen Schweigen unter oder verlieren sich im Geschäftsgetriebe um uns her. Nichts kann das Verlangen der Seele ersticken; es steigt über den Lärm der Straße, über das Gewirr der Menge empor zu den himmlischen Hallen. Da wir zu Gott reden, wird unser Gebet erhört.“ – Christi Gleichnisse, S. 120.

Möge Gott uns beim Studium der Lektionen in diesem Quartal helfen und uns lehren, mehr auf unseren himmlischen Vater zu vertrauen und eine ständige Verbindung mit ihm zu bewahren.

Die Sabbatschulabteilung der Generalkonferenz.