12. Lektion Sabbat, den 16. September 2017


Zu einem lauten Ruf anschwellen

„Denn ich will Wasser gießen auf das Durstige und Ströme auf das Dürre: ich will meinen Geist auf deinen Samen gießen und meinen Segen auf deine Nachkommen.“ (Jesaja 44, 3.)

„Warum hungern und dürsten wir nicht nach dem Heiligen Geist, wenn wir doch durch ihn Kraft empfangen sollen? Warum reden und predigen wir nicht darüber und beten darum?“ – Zeugnisse, Band 8, S. 31.

Zum Lesen empfohlen: Zeugnisse, Band 1, S. 199-203; 
Zeugnisse, Band 8, S. 23-32.

Sonntag 10. September

1. Wiederherstellung machtvoll verkündigt

a. Welche Weissagung hat in der Vorbereitung auf die Begegnung mit dem Herrn eine besondere Bedeutung? Maleachi 3, 23 [4, 5].


„In dieser Zeit, kurz vor dem zweiten Kommen Christi in den Wolken des Himmels, ruft Gott nach Männern, die ein Volk für den großen Tag des Herrn vorbereiten.“ – Bibelkommentar, S. 242.

b. Wie erklärte Jesus seinen Jüngern die erste Deutung dieser Weissagung, und wie bezieht sich das auf unser Werk heute? Matthäus 17, 11-13.

„Diejenigen, die den Weg für Christi zweites Kommen bereiten sollen, sind durch den treuen Elia dargestellt, gleichwie Johannes im Geiste Elias erschien, um den Weg für Christi erstes Kommen zu bereiten. Der große Gegenstand der Reform muss erörtert, und die öffentliche Meinung muss aufgerüttelt werden. Mäßigkeit in allen Dingen muss mit der Botschaft verbunden werden, damit Gottes Volk sich von seiner Abgötterei, seiner Genusssucht und seiner Verschwendungssucht in der Kleidung und anderen Dingen abwendet.“ – Zeugnisse, Band 3, S. 69.

Montag 11. September

2. Die den Weg des Herrn vorbereiten

a. Welche mächtige Botschaft verkündete Johannes der Täufer, und warum ist es angemessen, dass wir dasselbe tun? Lukas 1, 16. 17; Matthäus 3, 2. 8.


„[Johannes der Täufer] sah sein Volk betrogen, selbstzufrieden und in seinen Sünden eingeschlafen. Er sehnte sich danach, es zu einem heiligeren Leben aufzurütteln. Die Botschaft, die Gott ihm gegeben hatte, sollte die Israeliten aus ihrer Trägheit aufschrecken und sie wegen ihrer großen Bosheit erzittern lassen. Bevor der Same des Evangeliums Platz finden konnte, musste erst der Herzensboden aufgebrochen werden. Bevor sie bei Jesus Heilung suchten, mussten sie sich ihrer Gefährdung durch die Wunden der Sünde bewusst werden. 
Gott sendet seine Boten nicht, um dem Sünder zu schmeicheln. Er sendet keine Friedensbotschaft, um nicht die Ungeheiligten in tödliche Sicherheit zu wiegen. Er legt schwere Lasten auf das Gewissen des Missetäters und durchdringt die Seele mit Pfeilen, die ihm die Sünde bewusst machen.“ – Das Leben Jesu, S. 86. 87.

b. Nenne Beispiele dafür, wie die Botschaft Elias das Familienleben wiederherstellen soll – und auch, wie dies schon auf das Werk Johannes des Täufers zutraf. Maleachi 2, 13-17; 3,24 [4, 6].

„Johannes war mit der Tatsache bekannt, dass Herodes seines Bruders Weib heiraten wollte, während ihr Mann noch am Leben war, und gewissenhaft sagte er ihm, dass dies ungesetzlich sei.“ – Erfahrungen und Gesichte, S. 144.

c. Wodurch sind „der Geist und die Kraft des Elia“ gekennzeichnet, und wer verkündet heute diese Botschaft? 1. Könige 18, 17. 18. 21; Offenbarung 12, 17.

„Viele wagen es nicht, Unrecht zu tadeln, weil sie um ihre Stellung oder Beliebtheit fürchten. Und andere sehen es als einen Mangel an Liebe an, die Sünde zu tadeln. Der Diener Gottes sollte sich beim Tadel, der erteilt werden muss, niemals nach eigenem Ermessen richten. Er steht unter der feierlichen Verpflichtung, ohne Rücksicht auf Furcht oder Gunst Gottes Wort zu verkünden. Er muss die Sünde beim richtigen Namen nennen. Diejenigen, die durch Oberflächlichkeit oder Gleichgültigkeit zulassen, dass Gottes Name durch sein bekenntliches Volk entehrt wird, werden zu den Übertretern gezählt und in den Büchern des Himmels als Teilhaber jener bösen Taten verzeichnet.“ – The Signs of the Times, 21. April 1881.

Dienstag 12. September

3. Das Abschlusswerk

a. Worin wird der dringende Ruf der Stunde zusammengefasst? Offenbarung 14, 6-13; 18, 1-4.


„In Gottes abschließendem Werk auf Erden wird sein Gesetz wieder zu Ehren kommen. Mag falsche Religion die Oberhand gewinnen, die Ungerechtigkeit überhandnehmen, die Liebe in vielen erkalten, das Kreuz von Golgatha den Blicken entschwinden und Finsternis wie ein Leichentuch die Welt bedecken; mag auch die ganze Macht der öffentlichen Meinung sich gegen die Wahrheit kehren, Anschlag auf Anschlag geschmiedet werden, um Gottes Volk zu vernichten, dennoch wird der Gott Elias in der Stunde der größten Gefahr sich menschliche Werkzeuge erwecken, die eine Botschaft verkündigen, die nicht zum Schweigen gebracht werden kann. In den volkreichen Städten des Landes und dort, wo Menschen es in ihrer Lästerung gegen den Höchsten am schlimmsten getrieben haben, wird dann die Stimme strenger Zurechtweisung zu vernehmen sein. Unerschrocken werden von Gott berufene Männer die Vereinigung der Kirche mit der Welt öffentlich brandmarken. Inständig werden sie Männer und Frauen auffordern, sich von einer menschlichen Satzung abzuwenden und dem Halten des wahren Sabbats zuzukehren.“ – Propheten und Könige, S. 131.

b. Was muss in unseren Worten und unserem Leben immer deutlich sein? Johannes 1, 29; 14, 12; 2. Korinther 4, 5-7.

„Die letzten Strahlen des Gnadenlichts, die letzte Botschaft der Barmherzigkeit an die Welt ist eine Offenbarung des liebeerfüllten Wesens Gottes. Gleichzeitig sollen seine Kinder aber auch an sich selbst seine Herrlichkeit offenbaren, und zwar sollen sie in ihrer Lebensführung und ihrem Charakter zeigen, was die Gnade Gottes an ihnen bewirkt hat.
Das Licht der Sonne der Gerechtigkeit muss in guten Werken fortstrahlen: in Worten der Wahrheit und Taten der Heiligkeit.“ – Christi Gleichnisse, S. 300.

c. Wie wird das Werk Gottes letztendlich zum Abschluss kommen? Sacharja 4, 6; Jesaja 28, 21.

„Der Herr wird in dieser letzten Arbeit in einer Weise wirken, die nicht den üblichen Regeln entspricht und im Widerspruch zu jedweden menschlichen Planungen steht.“ – Evangelisation, S. 116.

Mittwoch 13. September

4. Wie können wir die Erquickung empfangen?

a. Was müssen wir immer bezüglich einer Haupteigenschaft bedenken, die nötig ist, um die Fülle des Heiligen Geistes in der Kraft des Spätregens zu erleben? Jesaja 57, 15.


„Es wird solche unter uns geben, die das Werk Gottes stets zu kontrollieren wünschen, die das Unternehmen sogar darin diktieren wollen, wenn die Arbeit unter der Leitung des Engels vorangeht, der in der Verkündigung der Botschaft an die Welt sich dem dritten Engel zugesellt. Gott wird Mittel und Wege wählen, die beweisen werden, dass er selbst die Zügel in den Händen hält.“ – Evangelisation, S. 116.
„Jemand mit nur einem Zentner kann Menschen erreichen, die ein anderer mit zwei oder fünf Zentnern nicht zu erreichen vermag. Große und kleine Gefäße sind in gleicher Weise bestimmt, durstenden Seelen das Wasser des Lebens zu bringen. Wer das Wort predigt, der soll seine Hand auch nicht auf den schlichtesten Arbeiter legen und ihm sagen: ‚Du musst entweder so oder so arbeiten, oder du darfst überhaupt nicht mitarbeiten.‘ Hände weg, Brüder! Lasst jeden in seiner eigenen Art arbeiten, in seiner eigenen Rüstung. Lasst jeden tun, was er auf seine einfache Weise tun kann. Stärkt seine Hände darin. In dieser Zeit darf das Pharisäertum nicht herrschen. Lasst Gott wirken, durch wen er will. Die Botschaft muss vorwärtsgehen.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 488.

b. Warum wird der Spätregen ausgegossen? Warum sollten wir uns von der Motivation der ersten Jünger inspirieren lassen? Apostelgeschichte 1, 8; 4, 33; Jeremia 30, 5-7.

„Beachtet, dass der Heilige Geist erst ausgegossen wurde, nachdem die Jünger vollkommen einig geworden waren und nicht länger nach dem höchsten Platz strebten. Alle waren einmütig. Jegliche Meinungsverschiedenheit war beseitigt. …
Die Jünger baten nicht um Segen für sich. Die Bürde für Seelen lastete auf ihnen...
Christen sollten alle Zwietracht beseitigen und sich zur Errettung der Verlorenen Gott weihen. Im Glauben müssen sie um den verheißenen Segen bitten, dann wird er ihnen gegeben.“ – Zeugnisse, Band 8, S. 29. 30.
„Wenn die Verkündigung der dritten Engelsbotschaft zu einem lauten Ruf anschwillt und große Kraft und Herrlichkeit das abschließende Werk begleiten, wird auch das Volk Gottes an dieser Herrlichkeit teilhaben. Der Spätregen lässt sie wiederaufleben und Kraft gewinnen, damit sie die Trübsalszeit überstehen können.“ – Zeugnisse, Band 1, S. 376.

Donnerstag 14. September

5. Höchst erfreulich!

a. Welche Gelegenheit liegt jetzt vor uns? Titus 2, 13; 2. Korinther 6, 1. 2.


„Meine Brüder und Schwestern, denkt darüber nach und ergreift jede sich bietende Gelegenheit, um mit Nachbarn und Bekannten zu sprechen oder ihnen etwas aus unseren Büchern, welche die gegenwärtige Wahrheit enthalten, vorzulesen. Zeigt, dass ihr die Rettung von Seelen, für die Christus ein so großes Opfer brachte, als das Allerwichtigste anseht.
Wenn ihr für Seelen arbeitet, die in Gefahr sind, verlorenzugehen, werden euch Engel Gottes zur Seite stehen. Tausendmal tausend und zehntausendmal zehntausend Engel warten darauf, mit unsern Gemeindegliedern zusammenzuarbeiten, um das reichlich von Gott verliehene Licht andern mitzuteilen, damit ein Volk auf die Wiederkunft Christi vorbereitet werde.“ – Zeugnisse, Band 9, S. 129.

b. Beschreibe die wunderbaren Folgen, die sich zeigen werden, wenn der Heilige Geist in seiner Fülle ausgegossen wird. Sacharja 8, 23; Jesaja 44, 3. 4; 61, 11.

„Der Same ist ausgestreut und wird nun aufsprießen und Frucht bringen. Die durch Missionsarbeiter verbreiteten Druckschriften haben ihren Einfluss ausgeübt; doch sind viele, deren Gemüter ergriffen waren, verhindert worden, die Wahrheit völlig zu verstehen oder ihr Gehorsam zu leisten Nun dringen die Lichtstrahlen überall durch, die Wahrheit wird in ihrer Klarheit gesehen, und die aufrichtigen Kinder Gottes zerschneiden die Bande, die sie gehalten haben. Familienverhältnisse und kirchliche Beziehungen sind jetzt machtlos, sie zurückzuhalten. Die Wahrheit ist köstlicher als alles andere.“ – Der große Kampf, S. 613.

Freitag 15. September

Fragen zur persönlichen Wiederholung

1. Welche Parallelen bestehen zwischen unserer Arbeit und der Arbeit Elias und Johannes des Täufers?
2. Wie bezieht sich die heute nötige Wiederherstellung auf die Zehn Gebote?
3. Fasse die Charaktermerkmale derer zusammen, die den Spätregen erhalten werden.
4. Aus welchem Grund könnte ich mich in Gefahr befinden, dieses wunderbare Vorrecht zu verpassen?
5. Warum wird es so erfreulich sein, die Ergebnisse des Spätregens zu beobachten?

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