7. Lektion Sabbat, den 12. August 2017


Warten und Wachen

„[Unser Heiland Jesu Christi], der sich selbst für uns gegeben hat, auf dass er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleißig wäre zu guten Werken.“ (Titus 2, 14.)

„Daraufhin machte [Christus] ihnen klar, wie sie seine Ankunft erwarten sollten: nicht in Untätigkeit, sondern in fleißiger Arbeit.“ – Christi Gleichnisse, S. 230.

Zum Lesen empfohlen: Christi Gleichnisse, S. 253-263.

Sonntag 6. August

1. Zum Dienst berufen

a. Welches Gleichnis gab Jesus in Verbindung mit seiner Wiederkunft? Matthäus 25, 13-15.


„Durch den Mann, der in ein fernes Land reist, wird Christus dargestellt; als er das Gleichnis gab, stand er kurz vor seinem Hingang von der Erde zum Himmel. Die ‚Knechte‘ oder Sklaven des Gleichnisses sind seine Nachfolger. …
Die Nachfolger Jesu wurden erlöst, um zu dienen. Dies ist, wie unser Herr lehrt, der wahre Lebenszweck. Weil Christus selbst diente, kann er auch von allen seinen Nachfolgern den Dienst an Gott und den Mitmenschen verlangen.“ – Christi Gleichnisse, S. 230. 231.

b. Womit wurden die Zentner verglichen, und von welcher Wichtigkeit sind sie? 1. Korinther 12, 7-11.

„Alle Gaben und Fähigkeiten, angeborene wie erworbene, natürliche wie geistliche... müssen im Dienste Christi angewendet werden. Wenn wir seine Jünger werden, übergeben wir uns ihm mit allem, was wir sind und haben. Unsere Gabe reicht er uns geläutert und veredelt zurück, damit wir sie zu seiner Ehre und zum Segen unserer Mitmenschen anwenden können.“ – Christi Gleichnisse, S. 232.

Montag 7. August

2. Die rechte Anwendung anvertrauter Güter

a. Was sollten wir angesichts der Ernsthaftigkeit unserer Zeit aus dem Gleichnis Christi darüber lernen, wie wir die uns anvertrauten Talente anwenden sollen? Matthäus 25, 16-18.


„Wir sollten nicht so sehr darüber nachdenken: ‚Wieviel habe ich bekommen?‘, sondern uns fragen: ‚Setze ich das, was ich erhalten habe, richtig ein?‘ Die Entwicklung aller unserer Fähigkeiten ist vornehmste Pflicht vor Gott und den Mitmenschen. Wer nicht täglich an Brauchbarkeit wächst, versäumt seine Lebensaufgabe. Mit unserem Glaubensbekenntnis an Christus geloben wir, nach besten Kräften nützliche Arbeiter für den Herrn zu werden. Jede unserer Fähigkeiten müssen wir daher zur höchst erreichbaren Vollkommenheit ausbilden, damit wir recht viel Gutes wirken können.“ – Christi Gleichnisse, S. 233.

b. Was kann durch die rechte Anwendung unserer Gaben erreicht werden? Matthäus 25, 19. 20. 22.

„Gute Eigenschaften, die uns noch fehlen, schenkt Gott uns nicht auf übernatürliche Weise; vielmehr hilft er uns, die weiterzubilden und zu festigen, die wir haben und anwenden. Jedes Opfer für den Meister, das aus dem Herzen kommt, vermehrt unsere Kräfte. Sobald wir uns dem Heiligen Geist als Werkzeuge übergeben, hilft die Gnade Gottes uns, alte Neigungen, sie seien noch so mächtig, zu überwinden und neue Lebensgewohnheiten auszubilden. Wenn wir die Eingebungen des Geistes befolgen, dann weitet sich unser Herz so sehr, dass wir immer mehr von der göttlichen Kraft empfangen und immer besser und wirksamer tätig sein können. Dann werden schlummernde Energien wach, und lahmgelegte Fähigkeiten kommen zu neuem Leben. …
Es ist geradezu wunderbar, wie stark, wie entschieden in seinen Anstrengungen und wie erfolgreich ein an sich schwacher Mensch durch den Glauben an die Kraft Gottes werden kann. Wer trotz geringer Kenntnisse anderen demütig von dem mitteilt, was er weiß, und zugleich sein Wissen systematisch weiterbildet, dem stehen alle Schätze des Himmels zur Verfügung. Je mehr Licht er vermitteln will, desto mehr empfängt er selbst; je stärker er sich müht, anderen aus Liebe das Wort Gottes zu erklären, desto klarer wird es ihm selbst.“ – Christi Gleichnisse, S. 253.

Dienstag 8. August

3. Dankbarkeit oder Murren?

a. Wie wurde der untreue Diener für den falschen Gebrauch seines Zentners getadelt, und warum ist solch eine Einstellung eine Warnung für uns? Matthäus 25, 24-28.


„Viele klagen Gott in ihrem Herzen an, er sei ein harter Meister, weil er ihren Besitz und ihren Dienst verlangt. In Wirklichkeit aber können wir Gott nichts geben, was nicht schon sein wäre. … Alle Dinge gehören Gott, nicht allein aufgrund der Schöpfung, sondern auch durch sein Erlösungswerk; alle Segnungen dieses und des zukünftigen Lebens tragen das Siegel des Kreuzes von Golgatha. Darum ist der Vorwurf, Gott sei ein harter Herr, der ernte, wo er nicht gesät habe, unberechtigt.“ – Christi Gleichnisse, S. 260.

b. Wie beschreibt das inspirierte Wort unsere Neigung, zu murren und Entschuldigungen für uns zu finden? Warum sollten wir danach trachten, den aufrichtigen Wunsch des Meisters für jeden von uns vor seiner Wiederkunft zu erfüllen? Sprüche 30, 15. 16; Jesaja 29, 24.

„Ärger, Krittelei und falsche Behauptungen müssen aufgegeben werden. Welchen Termin hast du dir gesetzt, bis wann du deinen verkehrten Willen und deine Charakterfehler überwunden haben willst? Bei dem Fortschritt, den du bisher gemacht hast, mag deine Prüfungszeit abschließen, ehe du entschlossen ans Werk gegangen bist, um den Sieg über dich selbst davonzutragen. Gottes Vorsehung wird dich in Lagen bringen, wo deine Eigenheiten, wenn sie existieren, herausgefordert und offenbart werden.“ – Zeugnisse, Band 4, S. 372. 373.
„Viele entscheiden sich, dem eigenen Ich und Satan zu dienen, indem sie keine entschiedenen Anstrengungen machen, ihre Charakterfehler zu überwinden. Während viele ihre sündigen Neigungen hegen und erwarten, sie irgendwann einmal zu überwinden, entscheiden sie sich fürs Verderben. … Im Namen Jesu Christi könnt ihr jetzt, zu ‚dieser eurer Zeit‘ den Sieg erlangen. Plant und studiert nicht, wie ihr euch selbst dienen könnt. Ihr könnt nicht völlig dem Herrn angehören, während ihr auch nur in geringster Weise Selbstsucht ermutigt. Eine solch große Liebe, wie sie der Erlöser euch erwiesen hat, sollte nur mit großer Demut und fortwährender Dankbarkeit angenommen werden. Um glücklich sein zu können, müsst ihr eure Gedanken und Worte unter Kontrolle halten. Es wird euch eine große Anstrengung kosten. Aber es muss sein, wenn ihr als Gottes Kinder anerkannt werden wollt. Lasst nicht nach in euren Anstrengungen. Satan kämpft um eure Seelen, und er muss enttäuscht werden.“ – Zeugnisse, Band 4, S. 375.

Mittwoch 9. August

4. Entlarve die Täuschung und fliehe von ihr!

a. Wie widerlegt das Beispiel des Sohnes Gottes die falschen Anschuldigungen des Erzfeindes unserer Seelen? 1. Mose 3, 4. 5; Philipper 2, 5-8.


„Satan verleitete den Menschen dazu, Gott als ein Wesen anzusehen, dessen Haupteigenschaft starre Gerechtigkeit ist, als einen strengen Richter, einen unnachsichtigen Gläubiger. Er stellt den Schöpfer dar, als ob er mit misstrauischen Blicken die Irrtümer und Fehler der Menschen beobachtete und dann die armen Geschöpfe mit seinen Gerichten überfiele. Jesus kam nun auf die Erde und lebte unter Menschen, um diese dunklen Schatten zu entfernen und der Welt die unendliche Liebe Gottes zu offenbaren.“ – Der Weg zu Christus, S. 4. 5.
„Satan stellt Gottes Gesetz der Liebe als ein Gesetz der Selbstsucht dar. Er behauptet, es sei unmöglich, seinen Vorschriften zu gehorchen.“ – Das Leben Jesu, S. 14.
„Könnten unsere Augen geöffnet werden, so würden wir Scharen böser Engel um uns sehen, die immer neue Mittel und Wege suchen, uns zu vernichten. Aber wir würden auch die Engel Gottes sehen, die uns vor ihrer Macht bewahren, denn Gottes Auge wacht immer über Israel, und er will sein Volk beschützen und retten, wenn es seine Zuversicht auf ihn setzt. …
Der Engel sagte: ‚Bedenke, du befindest dich auf bezaubernden Grunde.‘ Ich sah, dass wir wachen, die ganze Rüstung haben und den Schild des Glaubens nehmen müssen; dann werden wir feststehen, und die feurigen Pfeile des Bösewichts können uns nichts anhaben.“ – Erfahrungen und Gesichte, S. 51.

b. Was offenbart Gottes Bereitschaft, uns zu helfen, um unsere Fehler und unsere Faulheit zu überwinden? Psalm 20, 2. 3. 8-10; 94, 17. 18.

„Jede Regung des Heiligen Geistes, die Menschen zum Guten und zu Gott führt, wird in den Himmelsbüchern genau verzeichnet.“ – Christi Gleichnisse, S. 259.
„Der Herr will, dass die Seinen die höchstmögliche Stufe erklimmen. Nämlich ihn durch den Besitz aller Fähigkeiten, die er ihnen verleihen will, verherrlichen. Seine Gnade hat alle Vorkehrungen getroffen, uns den Beweis zu ermöglichen, dass wir nach besseren Plänen und Einsichten handeln als die Welt. …
Wer keine großen Gaben erhalten hat, braucht darum nicht den Mut zu verlieren. Er muss eben das, was er hat, anwenden und jede seiner Charakterschwächen im Auge behalten. So kann sich durch die Gnade Gottes Charakterschwäche in Charakterstärke umwandeln.“ – Christi Gleichnisse, S. 256.

Donnerstag 10. August

5. Siegreiche Mitarbeiter Gottes

a. Was ist unser ebenso wie Christi Hauptinteresse, während wir auf die Wiederkunft des Herrn warten und uns dabei völlig seinem Dienst weihen? Titus 2, 13. 14; Lukas 17, 10; Psalm 145, 10-12.


„Bei der Abrechnung mit seinen Knechten prüft der Herr den Ertrag eines jeden Zentners. An der vollbrachten Leistung wird der Charakter jedes Arbeiters offenbar.
Die Knechte, die fünf beziehungsweise zwei Zentner erhalten hatten, geben sie ihrem Herrn zusammen mit dem erzielten Gewinn zurück. Für sich selbst beanspruchen sie dabei gar nichts; die Zentner waren ihnen nur zu treuen Händen überlassen worden; ohne dieses Geld wäre es gar nicht möglich gewesen, den gleichen Betrag hinzuzugewinnen. Die Knechte sind sich klar darüber, nur ihre Pflicht getan zu haben. Das Kapital gehört dem Herrn, und auch der Ertrag ist sein. Hätte der Heiland ihnen nicht seine Liebe und Gnade erwiesen, so wären sie in ihrem Handeln auf ewig zugrunde gerichtet.
Doch als der Meister die Zentner an sich nimmt, lobt und belohnt er die Knechte, als ob sie den Erfolg ganz allein errungen hätten. Sein Antlitz strahlt vor Freude, und er ist überglücklich, dass er ihnen seine Segnungen zuteilwerden lassen kann. Jeden Dienst und jedes Opfer belohnt er ihnen, nicht weil er ihnen das schuldig wäre, sondern weil sein Herz von Liebe und Güte überfließt.“ – Christi Gleichnisse, S. 258. 259.
„Unser himmlischer Vater verlangt, dass wir nicht mehr und nicht weniger für ihn tun, als wozu er uns die Fähigkeit gab. Er erlegt seinen Knechten keine Bürden auf, die sie nicht auch tragen könnten. ‚Denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er gedenkt daran, dass wir Staub sind.‘ (Psalm 103, 14.) Alles, was er von uns verlangt, können wir durch seine Gnade auch vollbringen.“ – Christi Gleichnisse, S. 260.

Freitag 11. August

Fragen zur persönlichen Wiederholung

1. Wie wird Gottes Absicht in der Gabe der Talente oftmals missverstanden?
2. Welchen Plan hat Gott, um dir zu helfen, obwohl du Schwächen und Fehler hast?
3. Vergleiche den Diener, der nur einen Zentner erhalten hatte, mit dem typischen menschlichen Verhalten heute.
4. Wie können wir die Strategie des Feindes verhindern, der unsere Heiligung vereiteln will?
5. Erkläre, wie wir den Sieg erlangen und zu wahren, aktiven Arbeitern für Gott werden können.

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