1. Lektion Sabbat, den 5. April 2014


Israel im Land Kanaan

„Israel diente dem Herrn, solange Josua lebte und die Ältesten, welche noch lange Zeit lebten nach Josua, die alle die Werke des Herrn wussten, die er an Israel getan hatte.“ (Josua 24, 31.)

„Die Israeliten befolgten das Gebot Gottes [die Einwohner Kanaans auszutreiben] nur teilweise und hatten über Generationen darunter zu leiden, da ein Teil des götzendienerischen Volkes zurückblieb.“ – The Signs of the Times, 13. Januar 1881.

Zum Lesen empfohlen: Patriarchen und Propheten, S. 527-532.

Sonntag 30. März

1. Der Bund wird erneuert und dann vergessen

a. Wie ermahnte Josua am Ende seiner Tage das Volk, dem Herrn treu zu bleiben? Und wie reagierten es auf seine Ermahnung? Josua 24, 15. 16. 20-26.


„Gott hatte sein Volk als ein starkes Bollwerk gegen die sittliche Verdorbenheit nach Kanaan gesetzt, damit sie nicht die Welt überflutete. Blieben die Kinder Israel Gott treu, so würden sie von Sieg zu Sieg eilen. Er wollte ihnen größere und stärkere Völker in die Hand geben, als es die Kanaaniter waren.“ – Patriarchen und Propheten, S. 528.

b. Was taten die Israeliten aber nach dem Tod Josuas? Richter 2, 7. 8. 11. 12; 3, 5-7.

„Die Missachtung der vom Herrn verordneten Einschränkungen durch Kanaans Eroberer war eine böse Saat, die für viele Generationen bittere Früchte trug... Ihre Sünden trennten die Israeliten von Gott; darum entzog er ihnen seinen Beistand; sie konnten sich nicht länger gegen ihre Feinde durchsetzen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 528.

Montag 31. März

2. „Es gab immer einige, die treu blieben“

a. Wie bezeichnet die Bibel Reformatoren in jenem Zeitalter der Gemeinde? Welches Wort wird benutzt, um das Reformationswerk dieser Diener Gottes zu beschreiben? Richter 2, 16. 18.

b. Beschreibe das Ausmaß des Abfalls, den das Volk Gottes erlebte. Psalm 78, 58-62. Gott erinnerte sich an den Bund, den er mit Abraham geschlossen hatte. Was tat er daher, um sein Volk von seinen Feinden zu retten? Verse 65. 66.

c. Welche Verheißung haben wir, dass die Wahrheit niemals ohne treue Bannerträger sein wird, auch wenn sich viele von Gott abwenden? Jesaja 1, 9; Römer 11, 1-5. Was deutet darauf hin, dass Gott in der Endzeit ebenfalls einen treuen Überrest nutzen wird, um sein Volk zu reformieren? Prediger 3, 15.


„Doch verließ Gott sein Volk nicht ganz. Es gab immer einige, die Jahwe treu blieben; und von Zeit zu Zeit erweckte der Herr glaubensmutige Männer, die den Götzendienst abschafften und die Israeliten von ihren Feinden befreiten.“ – Patriarchen und Propheten, S. 529.
„Das Haupt, das zwischen den Leuchtern wandelt, wird niemals ohne eine Gemeinde sein… Wenn wir uns weigern, unser Licht für den Meister scheinen zu lassen, … werden andere das Werk tun, das wir hätten tun können und das zu tun wir uns weigerten.“ – The Review and Herald, 7. Juni 1897.
„Viele, die großes Licht empfangen hatten, haben es nicht geschätzt und ausgenutzt… Sie werden die Grundsätze der Wahrheit in der Praxis verleugnen und dem Werk Gottes Schande bereiten. Christus sagt, dass er sie aus seinem Mund ausspeien wird… Der Herr wird seine Botschaft denjenigen geben, die im Einklang mit dem Licht gelebt haben, das sie hatten, und sie für treu befinden… Diese werden den Platz derer einnehmen, die trotz dem Licht und Wissen, das sie hatten, nicht auf dem Weg Gottes wandelten, sondern dem Sinn ihres ungeheiligten Herzens folgten.“ – Selected Messages, Bd. 3, S. 421. 422.
„In der Stunde der größten Gefahr für die Gemeinde werden für sie innigste Gebete von den treuen Übrigen zu Gott emporsteigen.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 552.

Dienstag 1. April

3. Israels Verzweiflungsruf

a. Nenne einige Befreier, die Gott am Anfang der Zeit der Richter unter seinem treuen Überrest erweckte. Richter 3, 9. 15. 31; 4, 4. 6. Wer wurde nach diesen Helden berufen, um das Joch der Unterdrücker zu brechen? Richter 6, 11-14.


„An Gideon erging nun Gottes Ruf, sein Volk zu befreien… Gideon… sann bekümmert über Israels Lage nach, und wie das Joch der Unterdrücker abzuschütteln sei.“ – Patriarchen und Propheten, S. 530.

b. Warum bat Gideon um ein Zeichen als Beweis, dass der Allmächtige zu ihm sprach? Richter 6, 17-21.

„Gideon erbat sich ein Zeichen, dass der, welcher mit ihm sprach, der Engel des Bundes sei, der in der Vergangenheit für Israel stritt. Engel Gottes, die einst zu Abraham gekommen waren, hatten gezögert, dessen Gastfreundschaft in Anspruch zu nehmen, und nun bat Gideon den Himmelsboten darum. Er lief in sein Zelt, bereitete aus seinen bescheidenen Vorräten einen jungen Ziegenbock und ungesäuerte Brote und legte sie dem Gast vor. Aber der Engel gebot ihm: ‚Nimm das Fleisch und die Brote und lege es hin auf den Fels hier und gieß die Brühe darüber.‘ (Richter 6, 20.) Gideon tat es und erhielt das gewünschte Zeichen: Der Engel berührte mit seinem Stabe das Fleisch und die ungesäuerten Brote. Da loderte Feuer aus dem Fels und verzehrte das Opfer. Dann entschwand der Engel seinen Augen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 531.

c. Welche Verheißung beruhigte Gideon, als er Christus als Engel des Bundes erblickt hatte und um sein Leben fürchtete? Richter 6, 22. 23.

„Diese wohlwollenden Worte sprach der gleiche mitleidsvolle Heiland, der den bedrängten Jüngern auf dem stürmischen Meer zurief: ‚Ich bin’s; fürchtet euch nicht!‘ Er war es, der an die ängstlichen Jünger im oberen Gemach die Worte richtete: ‚Friede sei mit euch.‘ Auch zu Gideon sagte er: ‚Friede sei mit dir.‘“ – The Signs of the Times, 23. Juni 1881.

Mittwoch 2. April

4. Das erste Werk: Reformation im Heim

a. Wo begann Gideon das Reformationswerk in Israel? Richter 6, 25. 27. 28.


„Auch Gideons Vater Joas gehörte zu den Abtrünnigen unter seinen Landsleuten. Er hatte in der Nähe seines Wohnortes Ophra einen großen Altar für Baal errichtet, bei dem die Einheimischen anbeteten. Diesen sollte Gideon zerstören und über dem Felsen, auf dem sein Opfer verzehrt worden war, Jahwe einen Altar errichten und dem Herrn opfern. Gott Opfer darzubringen, war den Priestern vorbehalten und auf den Altar zu Silo beschränkt. Aber er, der diesen zeremoniellen Dienst einsetzte und auf den alle Opfer hinwiesen, hatte die Macht, dessen Vorschriften zu ändern. Israels Befreiung musste ein ernster Protest gegen die Baalsverehrung vorausgehen und Gideon zunächst dem Götzendienst den Kampf ansagen, ehe er auszog, um die Feinde seines Volkes zu schlagen.
Gewissenhaft führte er Gottes Auftrag aus. Er wusste, dass er auf Widerstand stoßen würde, wenn er es öffentlich versuchte; also tat er es heimlich. Mit Hilfe seiner Knechte vollbrachte er das Ganze in einer Nacht.“ – Patriarchen und Propheten, S. 531.

b. Was war die Reaktion der Stadtbewohner, als sie am nächsten Morgen sahen, dass der Baalsaltar zerstört worden war? Richter 6, 30.

c. Wie verteidigte Joas als ein in der Stadt angesehener Mann seinen Sohn, und was sagte er zur Menschenmenge? Richter 6, 31. 32.


„Natürlich war der Zorn der Leute zu Ophra groß, als sie am nächsten Morgen kamen, um Baal anzubeten. Und sie hätten Gideon wohl umgebracht, wenn nicht Joas seinen Sohn verteidigt hätte, weil er vom Besuch des Engels wusste. [Richter 6, 31 zitiert.] Konnte Baal nicht einmal den eigenen Altar bewahren, wie sollte man ihm zutrauen, dass er seine Anbeter schützte?“ – Patriarchen und Propheten, S. 531. 532.

Donnerstag 3. April

5. Eigenschaften, die Christi Streiter benötigen

a. Was sollten die Streiter des Kreuzes von Gideon lernen? Römer 15, 4; 1. Petrus 3, 15.


„Der Herr ist bereit, große Dinge für uns zu tun. Der Sieg wird uns nicht durch große Zahlen oder Scharen geschenkt, sondern durch völlige Hingabe der Seele an Jesus. In seiner Kraft sollen wir vorangehen und dem mächtigen Gott Israels vertrauen... Der Herr ist jetzt ebenso bereit, durch menschliche Anstrengungen zu wirken und durch schwache Werkzeuge große Dinge zu vollbringen. Es ist wichtig, eine gründliche Kenntnis der Wahrheit zu haben. Wie ist es uns sonst möglich, den listigen Gegnern entgegenzutreten? Die Bibel muss studiert werden, nicht nur wegen ihrer Lehren, sondern wegen der persönlichen Nutzanwendung. Ihr sollt nie überrascht und nie ohne Waffenrüstung sein! Seid auf jeden Notfall und jeden Ruf zur Pflicht vorbereitet! Seid wachsam und achtet auf jede Gelegenheit, die Wahrheit zu verbreiten! Macht euch mit den Prophezeiungen und den Lehren Christi vertraut! Verlasst euch aber nicht auf zurechtgelegte Argumente! Argumente allein genügen nicht. Ihr müsst Gott auf den Knien suchen. Ihr müsst den Menschen durch die Kraft und den Einfluss seines Geistes begegnen. Handelt umgehend. Gott möchte, dass ihr Augenblicks-Menschen seid – wie Gideons Heer. Allzu oft sind die Prediger zu genau, zu abwägend. Während sie sich auf eine große Sache vorbereiten, lassen sie Gelegenheiten, ein gutes Werk zu verrichten, ungenutzt. Der Prediger handelt so, als ob die ganze Last auf ihm, einem Sterblichen, ruhen würde, wo doch Jesus ihn und seine Last trägt. Brüder, vertraut Jesus mehr und weniger euch selbst!“ – Bibelkommentar, S. 76.

Freitag 4. April

Fragen zur persönlichen Wiederholung

1. Was geschah nach dem Tod Josuas, als die Juden sich in Kanaan angesiedelt hatten?
2. Welche Verheißung haben wir, dass die Wahrheit niemals ohne treue Bannerträger sein wird?
3. Wo begann Gideon sein Reformationswerk in Israel?
4. Wie versuchte Joas den Zorn der Menschen zu beruhigen?
5. Auf welche Weise kann ich mich vorbereiten, um jederzeit bereit zu sein?

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