8. Lektion Sabbat, den 24. Mai 2014


Davids Reue und Strafe

„Er wird mich erhalten bei meiner Kraft und wird mir Frieden schaffen; Frieden wird er mir dennoch schaffen.“ (Jesaja 27, 5.)

„Wer wie David angesichts der Zurechtweisung Gottes bekennt und bereut, kann gewiss sein, dass es für ihn Hoffnung gibt.“ – To Be Like Jesus, S. 383.

Zum Lesen empfohlen: Patriarchen und Propheten, S. 702-719.

Sonntag 18. Mai

1. „Du bist der Mann“

a. Wie störte Gott plötzlich die falsche Sicherheit, in der sich David nach seiner großen Sünde wiegte? 2. Samuel 12, 1-4. Welches Urteil sprach David unwissentlich über sich selbst? Verse 5. 6.

b. Welches direkte Zeugnis wurde David vom Propheten Nathan gegeben, und wie reagierte David darauf? 2. Samuel 12, 7-10. 13 (erster Teil); Psalm 51, 6.


„Das Gewissen hielt David bittere, demütigende Wahrheiten vor. Während sich seine Getreuen über die plötzliche Wende des königlichen Geschicks wunderten, war sie für ihn kein Geheimnis. Er hatte eine Stunde wie diese lange voraus geahnt und sich gewundert, dass Gott mit seinen Sünden so lange Geduld gehabt und mit der verdienten Vergeltung gezögert hatte…
Manche Übeltäter haben ihre Sünde mit dem Hinweis auf Davids Fall zu entschuldigen versucht, aber nur wenige brachten seine Reue und Demut auf. Wer ertrüge Tadel und Vergeltung so geduldig und tapfer wie er?“ – Patriarchen und Propheten, S. 710. 711.

Montag 19. Mai

2. Bittere Folgen

a. Wie wirkten sich Davids Sünden auf seine Persönlichkeit aus? Psalm 51, 5. 19.


„In David selbst ging eine große Veränderung vor sich. Im Bewusstsein seiner Schuld mit ihren weitreichenden Folgen war er zerbrochen. Er fühlte sich in den Augen seiner Untertanen gedemütigt; er verlor an Einfluss.“ – Patriarchen und Propheten, S. 698.

b. Wie verlor David durch sein sündiges Verhalten an Ansehen unter dem Volk und vor allem unter seinen Söhnen? Psalm 27, 6. 7. Welche Folgen zeigten sich sofort, und warum? 2. Samuel 12, 14.

„Nachdem das Volk von seinem Vergehen erfuhr, würden auch sie unbekümmerter sündigen. Ja, sogar im Familienkreis war zu spüren, dass seine Autorität und sein Anspruch auf Gehorsam nachließen. Das Schuldbewusstsein ließ ihn schweigen, wo er Unrecht hätte verurteilen müssen; er war diesbezüglich im eigenen Hause gehemmt. Sein böses Beispiel blieb nicht ohne Einfluss auf seine Söhne, und Gott griff nicht ein, um die Folgen abzuwenden.“ – Patriarchen und Propheten, S. 698. 699.
„Gott und sein Wort [werden] geschmäht. Die Menschen verhärten sich im Unglauben, und viele wagen es, unter dem Deckmantel der Frömmigkeit noch verwegener zu sündigen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 698.

c. Warum ließ Gott zu, dass die Geschichte von Davids Abfall in der Bibel niedergeschrieben wurde? 1. Korinther 10, 12.

„Wer mit dem Hinweis auf David seine Sünde zu verharmlosen sucht, sollte aus der Schrift lernen, dass der Weg der Übertretung beschwerlich ist. Selbst wenn er sich wie David von seinem bösen Lebenswandel abwendet, wird er die Folgen der Sünde schon in diesem Leben bitter empfinden.
Gott wollte, dass Davids Fall zur Warnung diente, damit auch reich Gesegnete und Begnadete sich nicht sicher fühlen und Gebet und Wachsamkeit nicht vernachlässigen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 699.

Dienstag 20. Mai

3. Vergeltung durch Aufruhr

a. Wie rächte sich Davids Sohn Absalom für das Verbrechen, dass Amnon gegen seine Schwester begangen hatte? 2. Samuel 13, 28. 29. Was geschah, drei Jahre nachdem Absalom vor David geflohen war? Verse 37-39; 14, 23. 24. 28.

b. Wie stahl Absalom nach der scheinbaren Versöhnung mit seinem Vater „das Herz der Männer Israels“? 2. Samuel 14, 33; 15, 1-6. Welche Einstellung Davids lag dem Aufuhr Absaloms zugrunde? Prediger 8, 11.

„Dem Einfluss Joabs verdankte es Absalom schließlich, das er wieder in der Gegenwart des Vaters erscheinen durfte. Aber obwohl eine äußerliche Versöhnung zustande kam, hielt er an seinen ehrgeizigen Plänen fest. Er trieb nun einen beinahe königlichen Aufwand, hielt sich Wagen und Pferde und fünfzig Mann Leibwache. Und während der König mehr und mehr die Einsamkeit und Zurückgezogenheit suchte, warb Absalom emsig um die Gunst des Volkes.
Davids Gleichgültigkeit und Unentschlossenheit übertrugen sich schließlich auf seine Untergebenen. Die Rechtspflege wurde nur nachlässig und mit Verzögerungen gehandhabt. Geschickt nutzte Absalom jede Unzufriedenheit darüber zu seinem Vorteil aus.“ – Patriarchen und Propheten, S. 704. 705.

c. Welche Botschaft brachten Absaloms Kundschafter allen Stämmen Israels? 2. Samuel 15, 10. Wozu entschloss sich David, als er die Nachricht von Absaloms Aufstand erhielt, um ein Blutvergießen in Jerusalem zu vermeiden? Verse 13. 14.

„David schreckte auf; in nächster Nähe des Thrones war eine Empörung ausgebrochen! Der eigene Sohn, den er so liebte und dem er vertraute, griff nach der Krone und trachtete ihm zweifellos auch nach dem Leben. In dieser großen Gefahr schüttelte David alle Niedergeschlagenheit ab, die ihn schon so lange belastete. Mit dem Eifer früherer Jahre schickte er sich an, der schwierigen Lage zu begegnen… Sein Entschluss war gefasst. Die erwählte Stadt sollte den Kriegsschrecken nicht ausgesetzt werden. Er würde Jerusalem verlassen und die Treue seines Volkes auf die Probe stellen, indem er ihm Gelegenheit gab, sich zu seiner Unterstützung zu sammeln.“ – Patriarchen und Propheten, S. 706.

Mittwoch 21. Mai

4. Der Aufstand wird niedergeschlagen

a. Warum sandte David mehrere Freunde zurück nach Jerusalem, als er mit seinem Gefolge floh?

1. Die Männer, die die Bundeslade trugen. 2. Samuel 15, 24. 25. 29.


„Gott, der zwischen den Cherubim weilt, sagte von Jerusalem: ‚Dies ist die Stätte meiner Ruhe.‘ (Psalm 132, 14.) Ohne göttliche Ermächtigung hatten weder Priester noch der König ein Recht, das Sinnbild seiner Gegenwart von dort zu entfernen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 708.

2. Husai. Verse 32-37. Wie lautete sein Ratschlag. und warum? 2. Samuel 17, 7. 14-16. 23.

„Wieder musste David in diesem Unglück die Folgen seiner Sünde erkennen. Die Treulosigkeit Ahithophels, dieses überaus fähigen und zugleich schlauen Politikers, war Rache für die Schmach an seiner Enkelin Bathseba… Auf seine Bitte ging Husai nach Jerusalem zurück, um Absalom seine Dienste anzubieten und Ahithophels listige Ratschläge zu vereiteln.“ – Patriarchen und Propheten, S. 709.

b. Was sagte David zu einem seiner Soldaten, der den Mann töten wollte, der David fluchte? 2. Samuel 16, 9. 11. 12.

„Wer über einen Unglücklichen triumphieren kann, ihn kränkt oder verunglimpft, in dem herrscht der Geist des Bösen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 710.

c. Wie teilte David seine Streitkräfte auf, als er eine Fluchtmöglichkeit sah, und welche Anweisung gab er ihnen hinsichtlich seines Sohnes Absalom? 2. Samuel 17, 24; 18, 1. 2. 5.

Donnerstag 22. Mai

5. Eine neue Lehre für das moderne Volk Israel

a. Welchen Ausgang hatte die Schlacht zwischen den treuen Streitkräften und dem Heer der Aufständischen? 2. Samuel 18, 7. 8.

b. Welches Ende erlitt Absalom, der Anstifter der Empörung? 2. Samuel 18, 9-11. 14. 16. 17.

c. Was können wir als Evangelisten heute aus der Geschichte Absaloms lernen? Römer 15, 4.


„Wieder und wieder wurde das alte Israel von empörerischen Murrenden angefochten… In vielen Fällen wandten sich berühmte Männer, Fürsten in Israel, gegen Gottes gnädige Führung und versuchten das mit Gewalt niederzureißen, was sie einst eifrig aufgebaut hatten. In unserer Erfahrung haben wir das oftmals erlebt… Die Gemeinde geht gefahrvollen Zeiten entgegen. Sie wird weissagen, angetan mit Säcken. Und wenn sie auch Ketzereien und Verfolgungen begegnen muss und mit Ungläubigen und Abtrünnigen zu streiten hat, zertritt sie dennoch mit Gottes Hilfe den Kopf Satans. Der Herr wird ein Volk sein eigen nennen, das so widerstandsfähig ist wie Stahl. Dieses Volk wird einen Glauben besitzen, so fest wie Granit.“ – Zeugnisse, Band 4, S. 645.

Freitag 23. Mai

Fragen zur persönlichen Wiederholung

1. Welchen Tadel richtete der Prophet Nathan an König David, als er sagte: „Du bist der Mann“?
2. Beschreibe die Folgen, die Davids größter Fehler für seine Herrschaft als König hatte.
3. Wie ist der Makel Davids der jüdisch-christlichen Religion zum Vorwurf gemacht worden?
4. Zu welchem Zweck ließ Gott die Geschichte vom Fall Davids in der Bibel niederschreiben?
5. In welchem Sinn wurde die Geschichte Absaloms als Warnung für Gemeindeleiter, Evangelisten und die Gläubigen allgemein festgehalten?

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