DAS BUCH DER BÜCHER

Eine Welt ohne Bibel? Wie fremd klingen diese Worte an unser Ohr! Nur einigen ist sie unbekannt, von andern nicht geschätzt, von vielen jedoch geliebt. Gehasst und verfolgt von andern, geliebt und geehrt ist die Bibel. In einer Welt, von jeder Art Büchern überschwemmt, ist sie der unbestrittene Bestseller, Jahr um Jahr. In über 2000 Sprachen vorhanden und allen Nationen zugänglich, hat sie erfolgreich alle Fragen des Lebens beantwortet und das Verlangen des Herzens befriedigt. Gerade so, wie der Fabrikant seiner Maschine eine Gebrauchsanweisung mitgibt, um eine maximale Leistungsfähigkeit zu gewährleisten, so hat Gott, der Schöpfer des Menschen, uns ein Leitbuch gegeben. Es ist jedem Zeitalter und jedem Umstand des Lebens angepasst und, im Glauben angenommen, erleuchtet es das Gemüt und heiligt die Seele.

Das Wort "Bibel" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Buch der Bücher". Das Wort "Schrift" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Schreiben". "Das Wort Gottes" ist gleichfalls ein passender Titel, weil es das Buch als eines herausstellt, völlig verschieden von allen andern Büchern, die von Menschen geschrieben sind.

Die Bibel umfasst das Alte und Neue Testament und enthält 66 verschiedene Bücher, verfasst von 36 Schreibern innerhalb eines Zeitraumes von 1500 Jahren. Es ist gesagt worden, dass das Neue Testament im Alten verborgen, und das Alte Testament im Neuen offenbart sei.

Beim Studium beider Testamente zusammen können wir eine Erkenntnis des Erlösungsplanes erlangen; denn ohne das Alte Testament können die Ansprüche Christi, der Messias zu sein, nicht bewiesen werden. Das Neue Testament berichtet nur über seine Lebensgeschichte sowie seine Lehren und zeugt von seinem reinen und heiligen Charakter. Hätte aber das Alte Testament nicht vorausgesagt, was der Messias sein und tun würde, so gäbe es keinen Beweis, um zu erkennen, ob derjenige, der vorgab, der Messias zu sein, es auch wirklich ist oder nicht. Wie notwendig ist es deshalb, die ganze Bibel zu lieben und zu studieren!

Das Alte Testament wurde in Hebräisch geschrieben und später von siebzig gelehrten Juden ins Griechische übersetzt. Die Ausgabe ist bekannt unter dem Namen "Septuaginta" oder "Übersetzung der Siebzig". Das Neue Testament wurde ursprünglich in Griechisch geschrieben, mit der möglichen Ausnahme des Matthäus-Evangeliums, das zuerst in Aramäisch geschrieben worden sein mag. Innerhalb der Jahre 338 bis 405 n. Chr. wurde das Alte und das Neue Testament ins Lateinische übersetzt. Das erste Buch, das von Johannes Gutenberg, einem Drucker in Mainz, im Jahre 1456 in Drucklettern gesetzt wurde, war die Bibel in lateinischer Sprache. Luther, in seinem Bemühen, seinen deutschen Landsleuten die Bibel in ihrer eigenen Sprache zugänglich zu machen, übersetzte sie im Jahre 1534 vom Lateinischen ins Deutsche.

DIE BIBEL - IHR EIGENER AUSLEGER

Ihr Ursprung"Denn alle Schrift, von Gott eingegeben..." 2. Timotheus 3, 16.
"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort." Johannnes 1, 1.
Ist das prophetische Wort ein Produkt menschlicher Weisheit?"Und das sollt ihr für das erste wissen, dass keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigener Auslegung. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht; sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet, getrieben von dem heiligen Geist." 2. Petrus 1, 20. 21.
Worauf gründet sich wahrer Glaube?"Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers fließen." Johannes 7, 38.
Welchem Zweck dient die Bibel?"Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit." 2. Timotheus 3, 16.
Worauf nahm Jesus Bezug, um seinen Anspruch als Messias zu unterstützen?"Und fing an, von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren." Lukas 24, 27.
Welche Kraft vermittelt die Bibel, wenn ihre Lehren angenommen werden?"Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer denn kein zweischneidig Schwert, und dringt durch, bis dass es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens." Hebräer 4, 12.
"Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?" Jeremia 23, 29.
"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: so jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich." Johannes 8, 51.

UNSERE PFLICHT, IHRE LEHREN ZU PRÜFEN

Was müssen wir tun, um vor falschen Lehren bewahrt zu bleiben?"Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, das das scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen." 2. Petrus 1, 19.
"Diese aber waren edler denn die zu Thessalonich; die nahmen das Wort auf ganz willig und forschten täglich in der Schrift, ob's sich so verhielte." Apostelgeschichte 17, 11.
Wie können wir jede Botschaft prüfen?"Ja, nach Gesetz und Zeugnis. Werden sie das nicht sagen, so werden sie die Morgenröte nicht haben." Jesaja 8, 20.

Gott will ein Volk auf Erden haben, das die Bibel und die Bibel allein, als Maßregel aller Lehre und Grundlage aller Reformen bewahrt. Weder die Meinungen gelehrter Männer noch die Schlussfolgerungen der Wissenschaft, die Glaubenssätze oder Beschlüsse von Kirchenversammlungen, ebenso zahlreich und uneins wie die Kirchen, welche sie vertreten, die Stimme der Mehrheit; weder eines von diesen noch alle zusammen sollten als Beweis für oder gegen irgendeinen Punkt religiösen Glaubens betrachtet werden. Ehe wir irgendeine Lehre oder Vorschrift annehmen, sollten wir ein deutliches "So spricht der Herr" zum Beleg dafür verlangen.

Es ist nicht möglich, Gott durch irrige Ansichten zu ehren, wenn wir die Bibel zur Hand haben. Viele behaupten, dass es nicht darauf ankomme, was man glaube, wenn man nur recht lebe; aber das Leben wird durch den Glauben geprägt. Wenn Licht und Wahrheit uns dargeboten werden, und wir machen uns die Gnadengabe, sie zu hören und zu erkennen, nicht zunutze, so verwerfen wir diese Gabe im Grunde genommen; wir ziehen die Finsternis dem Lichte vor.

Gott hat uns sein Wort gegeben, damit wir mit dessen Lehren vertraut werden und selbst wissen, was er von uns verlangt. Als der Schriftgelehrte zu Jesus kam mit der Frage: "Was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?" verwies ihn der Heiland auf die Schrift, indem er sagte: "Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie liesest du?" Die Unwissenheit kann weder alt noch jung entschuldigen noch von der Strafe befreien, die die Übertretung des Gesetzes Gottes nach sich zieht, weil sie eine getreue Darstellung jenes Gesetzes sowie seiner Grundsätze und Anforderungen zur Hand haben. Gute Absichten genügen keineswegs; auch reicht es nicht hin, das zu tun, was man für recht hält oder was der Prediger für recht erklärt. Das Heil der Seele steht auf dem Spiel; jeder muss für sich selbst in der Schrift forschen. Wie stark auch seine Überzeugung sei, wie zuversichtlich er auch glauben mag, dass der Geistliche wisse, was Wahrheit ist; er hat damit keine sichere Grundlage. Er besitzt eine Karte, die ihm genau den Weg nach dem Himmel bezeichnet, und er sollte deshalb nichts zu erraten suchen.

Es ist die erste und höchste Pflicht jedes vernünftigen Wesens, aus der Heiligen Schrift zu lernen, was Wahrheit ist, und dann in diesem Licht zu wandeln und andere zu ermutigen, ihrem Beispiel zu folgen. Wir sollten Tag für Tag fleißig in der Bibel forschen, jeden Gedanken wägen und Text mit Text vergleichen. Mit Gottes Hilfe müssen wir uns selbst unsere Meinung bilden, da wir auch für uns selbst vor Gott Rechenschaft abzulegen haben.

Was bezeugt Gott selbst von seinem Wort?"Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte vergehen nicht."Lukas 21, 33.
"Das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich." Jesaja, 40, 8 zweiter Teil.


Ihr Studienlehrer

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1. Wo ist der Ursprung der Bibel?

2. Gibt es irgendeinen Teil der Heiligen Schrift, der durch menschliche Auslegung entstand?

3. Nennen Sie vier Dinge, wozu die Bibel dienlich ist (2. Tim. 3, 16):

4. Wer begann bei Mose und allen Propheten, als er eine Erklärung der Schrift gab?

5. Welche Kraft vermittelt das Wort Gottes?

6. Einige Christen - die zu Beröa - waren edler denn die zu Thessalonich:

a) Wie nahmen sie das Wort an? 

b) Was taten sie täglich? 

c) Aus welchem Grund? 

7. Welchen untrüglichen Maßstab sollten wir zur Prüfung einer jeden Lehre anlegen?

(Jesaja 8, 20): 

(Jesaja 34, 16): 

8. Kreuzen Sie an:

falsch

richtig

a) Unwissenheit ist eine Entschuldigung für Sünde: 

falsch

richtig

b) Es genügt, wenn jemand gute Absichten hat: 

c) Jeder sollte die Schrift für sich selbst studieren: 

falsch

richtig

9. Ergänzen Sie bitte:

"Himmel und Erde werden vergehen, aber

vergehen nicht."

Fragen oder Bemerkungen zur Lektion:

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