ZEICHEN DER BEVORSTEHENDEN
WIEDERKUNFT CHRISTI

Durch die Heilige Schrift werden wir stets belehrt, dass der große Gott nichts tut, was er nicht im voraus durch seine Propheten bekanntgegeben hat (Amos 3, 7). Alle großen und bedeutenden Ereignisse hat Gott den Menschen kundgetan. Sei es die Vernichtung der alten Welt durch die Sintflut (1. Mose 6, 5-7. 13); sei es die Vernichtung der Städte Sodom und Gomorra (1. Mose 18, 16-21; 19, 12. 13); sei es die siebzigjährige Gefangenschaft der Juden in Babylon (Jeremia 25, 1-11); sei es das Ende der jüdischen Nation und die Zerstörung Jerusalems sowie des Tempels durch die Römer (Daniel 9, 27; Matthäus 24, 1. 2; Lukas 21, 20-24). Die Bibel ist voll solcher Prophezeiungen, deren Erfüllung von der Weltgeschichte berichtet und damit bestätigt wird. Auf gleiche Weise ist auch die Wiederkunft Christi in Verbindung mit dem Ende der Welt vorausgesagt, wie unsere vorige Lektion uns lehrte. Wer könnte daran zweifeln, dass sich diese Prophezeiungen ebenfalls erfüllen?

Nur erhebt sich jetzt die Frage: Können wir wissen, wann dieses Ereignis eintreten wird? Gibt es Anhaltspunkte dafür, seine Nähe wahrzunehmen? Zu den Obersten seiner Zeit musste der Heiland sagen: "Ihr Heuchler! Über des Himmels Gestalt könnt ihr urteilen; könnt ihr denn nicht auch über die Zeichen der Zeit urteilen?" Matthäus 16, 3. Gott gibt also Zeichen, die von ihm vorausgesagten Ereignisse zu erkennen. Und von diesen wollen wir in der heutigen Lektion hören.

Was sprach der Engel des Herrn zu Daniel betreffs des Endes der Welt? "Und er sprach: Siehe, ich will dir zeigen, wie es gehen wird zur Zeit des letzten Zorns; denn das Ende hat seine bestimmte Zeit.Daniel 8, 19.
Kann man einen genauen Zeitpunkt dafür angeben? "Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel nicht im Himmel, sondern allein mein Vater." Matthäus 24, 36.
Was können wir aber wissen? "An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis: wenn sein Zweig jetzt saftig wird und Blätter gewinnt, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Also auch wenn ihr das alles seht, so wisset, dass es nahe vor der Tür ist.“ Matthäus 4, 32. 33.


DIE ZEICHEN IN DER NATUR
 

Welche Zeichen sollen sich an Sonne, Mond und Sternen zeigen?"Bald aber nach der Trübsal derselben Zeit werden Sonne und Mond den Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen.Matthäus 24, 29. Lesen Sie bitte auch Offenbarung 6, 12. 13 und Joel 3, 3. 4.

In deutlicher Weise wird hier von Zeichen gesprochen, die "bald nach der Trübsal derselben Zeit" an Sonne, Mond und Sternen sichtbar werden sollten. Diese Trübsal, die auch in Matthäus 24, 21. 22 erwähnt wird, bezieht sich auf die lange Verfolgungszeit der Christen, die sich über einen Zeitraum von 1260 Jahren erstreckte, während welchem nach den Geschichtsberichten mehr als 50 Millionen Menschen um ihres Glaubens willen verfolgt, gemartert und getötet wurden. "Der finstere Tag“ vom 19. Mai 1780 - unter welcher Bezeichnung er in die Geschichte eingegangen ist - war das erste dieser Zeichen, und "in der darauffolgenden Nacht hatte der Mond, welcher ungefähr voll war, das Aussehen von Blut.“ Herschel, ein bekannter Astronom, schrieb: "Der finstere Tag in Nordamerika war eine jener wundervollen Naturerscheinungen, von denen stets mit Interesse gelesen wird, die aber die Philosophie nicht erklären kann.“ Im Jahr 1833 folgte das nächste Zeichen. Der Astronom Prof. Olmstaed berichtet darüber: "Diejenigen, welche das Glück hatten, Zeugen zu sein von dem Sternschnuppenfall am Morgen des 13. November 1833, sahen vielleicht das größte Feuerwerk, das seit der Schöpfung der Welt oder wenigstens seit der Zeit, da geschichtliche Berichte existieren, gewesen ist. Dieses Ereignis kann nicht länger als eine irdische Erscheinung betrachtet, sondern muss für eine himmlische gehalten werden.“
Diese Ereignisse liegen also schon länger hinter uns und ermahnen uns: Das Ende ist da!

Welche anderen Zeichen sind in den letzten Jahren zunehmend in Erscheinung getreten?"...und werden sein ... Erdbeben hin und wieder.“ Matthäus 24, 7. "...und auf Erden wird den Leuten bange sein, und sie werden zagen, und das Meer und die Wasserwogen werden brausen.Lukas 21, 25. Bitte lesen Sie auch Jesaja 24, 17-20.

Das große Erdbeben von Lissabon, am 1. November 1755, welches innerhalb von sechs Minuten 60.000 Menschenleben auslöschte, wurde als eine Erfüllung der Prophezeiung von Offenbarung 6, 12 erkannt. Seit dieser Zeit haben sich jedoch die Erdbeben in erschreckendem Maße gehäuft und an Bedeutung und Ausmaß zugenommen, ebenso wie auch Orkane und Überschwemmungen.

Welches ist ein weiteres Zeichen des nahenden Endes? "So spricht der Herr: Siehe, es kommt ein Unglück über das andere! ... Ein Unfall wird über den andern kommen, ein Gerücht über das andere.“ Hesekiel 7, 5. 26.

Nehmen Sie eine Zeitung zur Hand! Es vergeht kein Tag, an dem nicht von irgendwelchen Unglücksfällen zu Lande, zu Wasser oder in der Luft berichtet wird. Und was verkünden diese Berichte in ihrer Tragik? "Das Ende kommt, es kommt das Ende, es ist erwacht über dich; siehe, es kommt!“ Hesekiel 7, 6.


DIE ZEICHEN DER ZEIT AUF SOZIALEM GEBIET
 

Welche Auseinandersetzung zwischen der wohlhabenden Klasse und der Arbeiterschaft ist vorausgesagt?„Wohlan nun, ihr Reichen, weinet und heulet über euer Elend, das über euch kommen wird. ... Ihr habt euch Schätze gesammelt in diesen letzten Tagen. Siehe, der Arbeiter Lohn, die euer Land eingeerntet haben, der von euch abgebrochen ist, der schreit.“ Jakobus 5, 1. 3. 4. Bitte lesen Sie auch Hesekiel 7, 17-19 und 23-27.

Die arbeitende Schicht versucht, sich dieses Übels zu erwehren, mit der Unterstützung der Gewerkschaften, die dann zum Streik aufrufen.

Mit welcher Zeit wird die Endzeit verglichen? "...gleichwie es zu der Zeit Noahs war...“
Lesen Sie bitte Matthäus 24, 37-39 und Lukas 17, 26-30.

Die vorherrschenden Interessen der Menschen sind Essen, Trinken und Vergnügen. Während Tanzparketts, Theater, Spielsäle und sonstige Vergnügungsstätten voll besetzt sind, leeren sich die Kirchen. Das Ende rückt mit jedem Tag näher; aber die Menschen beachten es nicht.


DIE ZEICHEN AUF POLITISCHEM GEBIET

Was soll auf politischem Gebiet geschehen?„...es wird sich empören ein Volk wider das andere ...“
„Denn wenn sie werden sagen: Es ist Friede, es hat keine Gefahr,- so wird sie das Verderben schnell überfallen.“
Lesen Sie bitte Matthäus 24, 7. 8: Markus 13, 8 und 1. Thessalonicher 5, 3.

Wem von uns wäre der letzte Weltkrieg mit all seinen Schrecken und seiner Not nicht noch in lebhafter Erinnerung! Seither ist die Welt nie wirklich ruhig geworden. Immer wieder gab es hier und dort Kriege, und die Spannungen unter den Völkern nehmen in erschreckender Weise zu. Vergebens suchen leitende Staatsmänner nach einer Antwort auf diese Probleme, UNO und NATO scheinen machtlos. Nie wurde so viel von Abrüstung und Sicherheit, von Menschenrecht und Frieden gesprochen wie heute; aber andrerseits wurde nie so emsig gerüstet wie gerade jetzt. Bange fragt man sich: Was wird als Nächstes kommen?

Welcher letzten und endgültigen Auseinandersetzung eilt die Menschheit unaufhaltsam entgegen?"...Geister der Teufel ... gehen aus zu den Königen auf dem ganzen Kreis der Erde, sie zu versammeln in den Streit ..." Siehe Offenbarung 16, 12-16, JoeI 4, 9-14 (14-19).

Dies ist das vorausgesagte Schicksal der Welt! Lassen wir uns nicht täuschen! Nur wer in diesen Tagen Hilfe und Zuflucht bei Gott sucht, kann bewahrt und errettet werden.

Ihr Studienlehrer

Nach oben


Online Test zum Bibelkurs

Bitte Name und E-Mail unbedingt angeben!!!

Ihr Name:

Ihre E-Mail Adresse:

1. Worauf weisen uns die zunehmenden Verwirrungen und Probleme unserer Zeit hin?

2. Worauf sollten wir achtgeben? (Matthäus 16, 3)

Zeit."

3. Bitte ergänzen Sie: "... denn das Ende hat seine

4. Nennen Sie bitte vier verschiedene Zeichen in der Natur, die von der Nähe der Wiederkunft Christi zeugen:

5. Nennen Sie Zeichen auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet:

6. Was waren die Ursachen des Untergangs der alten Welt und sind auch Ursachen 
    des Untergangs der heutigen Welt?

7. Was können wir von den vielen Beteuerungen über Abrüstung, Sicherheit und Frieden halten? 

8. Wohin werden alle Völker zur Endauseinandersetzng geführt?

9. Glauben Sie, dass diese Prophezeiungen wahr sind und dass die betreffenden Ereignisse
    die Wiederkunft Christi und das Ende der Welt ankündigen? 

10. Wenn ja, was wollen Sie tun?

Fragen oder Bemerkungen zur Lektion:

Nach oben