Erkenntnis Gottes LEITTEXT: „Wer ist weise und behält dies? So werden sie merken, wie viel Wohltaten der Herr erzeigt.“ (Psalm 107, 43.) Zum Lesen empfohlen: Der Weg zu Christus, Kapitel 10, S. 61-67. „In dem Wissen um Gott hat alle wahre Erkenntnis und echte Entwicklung ihren Ursprung.“ – Erziehung, S. 12. 1. Gott offenbart sich selbst 30.08. (So) a. Wodurch sucht der Herr in dieser Welt die Menschen zu sich zu ziehen? Psalm 19, 2-7; Sprüche 2, 1-5. „Gar mancherlei Wege hat Gott, sich mit uns bekannt zu machen und uns in enge Gemeinschaft mit sich zu bringen. Die Natur spricht unaufhörlich zu uns, das geöffnete Herz wird empfänglich für die Liebe und den Lichtglanz Gottes, wie sie sich durch seiner Hände Werk offenbaren. Ein lauschendes Ohr vermag die Stimme des Allwaltenden in der Natur zu vernehmen und zu verstehen. Die grünen Felder, die stattlichen Bäume, die Knospen und Blüten, die segelnde Wolke, der fallende Regen, der murmelnde Bach, die Herrlichkeit des Himmels reden zu uns und laden uns ein, den Schöpfer aller Dinge kennenzulernen.“ – Der Weg zu Christus, S. 61. b. Was gebrauchte Jesus, um die Wahrheit im Denken seiner Zuhörer zu befestigen? Matthäus 13, 3. 34. „Unser Heiland flocht stets Gleichnisse aus der Natur in seine köstlichen Lehren. Die Bäume, die Vögel, die Blumen in den Tälern, die Berge, der See und das prächtig geschmückte Himmelszelt sowie alle Umstände und Vorkommnisse in unserm täglichen Leben stehen in engster Verbindung mit dem Worte der Wahrheit. Dadurch sollten uns die Weisungen des Erlösers, gerade unter den Sorgen und Plagen des menschlichen Lebens, oft in die Erinnerung zurückgerufen werden. Gott will, dass seine Kinder auch seine Werke zu schätzen wissen, dass sie sich an der einfachen, stillen Pracht ergötzen, mit der er unsere irdische Heimat geschmückt hat.“ – Der Weg zu Christus, S. 61. 2. Gottes geschaffene Werke 31.08. (Mo) a. Welche Lehre können wir von der Natur lernen, zum Beispiel von Blumen, Vögeln und Sternen? Römer 1, 20; Apostelgeschichte 14, 17. „Durch das Studium der Naturwissenschaft sollen wir Erkenntnis des Schöpfers erlangen. Denn alle wahre Naturwissenschaft ist nur eine Auslegung der Handschrift Gottes in der sichtbaren Welt. Sie erbringt neue Zeugnisse für seine Weisheit und Macht. Richtig verstanden, machen uns beide, das Buch der Natur und das geschriebene Wort, mit Gott vertraut, indem sie uns die weisen, wohltätigen Gesetze verständlicher machen, durch die er wirkt.“ – Patriarchen und Propheten, S. 580. „Wollten wir nur lauschen, dann würden uns Gottes Schöpfungswerke wertvolle Belehrungen über das Vertrauen und den Gehorsam erteilen. Von den Sternen, die in ihrem erdfreien Lauf durch das Weltall seit Jahrtausenden ihrer vorgezeichneten Bahn folgen, bis zum kleinsten Sonnenstäubchen gehorchen alle dem Willen des Schöpfers. Der Allwaltende sorgt für alles und erhält alles, was er geschaffen hat.“ – Der Weg zu Christus, S. 62. b. Was sollten wir im Blick auf die verheißene neue Erde bedenken, wenn wir die Schönheit und den Frieden der unberührten Natur betrachten? 1. Korinther 2, 9; Offenbarung 21, 1. „Macht euch im Geiste ein Bild von der Heimat der Seligen, wisst aber, dass sie noch viel herrlicher ist, als die kühnste Einbildung sie auszumalen vermag. In den verschiedenen Gaben, die Gott uns in der Natur mitteilt, erkennen wir doch nur einen äußerst schwachen Abglanz seiner Herrlichkeit.“ – Der Weg zu Christus, S. 62. „Der Gemeinde Gottes [wurden] Offenbarungen über die ewige Absicht des Herrn geschenkt. Sein Volk durfte über die Prüfungen der Gegenwart hinweg die zukünftigen Siege erblicken, wenn nach all dem Streit die Erlösten das verheißene Land in Besitz nehmen können. Diese Bilder zukünftiger Herrlichkeit, von Gottes Hand gezeichnet, sollten heute seiner Gemeinde lieb und wert sein.“ – Propheten und Könige, S. 509. „In der Bibel wird das Erbe der Erlösten ein Vaterland genannt. (siehe Hebräer 11, 14-16.) Dort führt der himmlische Hirte seine Herde zu Brunnen lebendigen Wassers. Der Baum des Lebens gibt seine Frucht jeden Monat, und die Blätter des Baumes dienen zur Gesundheit der Völker. Dort sind ewig fließende Ströme, hell wie Kristall, und an ihren Ufern werfen schwankende Bäume ihren Schatten auf die für die Erlösten des Herrn bereiteten Wege. Dort steigen die weit ausgedehnten Ebenen zu Hügeln der Schönheit an, und die Berge Gottes erheben ihre majestätischen Gipfel. Auf diesen friedlichen Ebenen, an diesen lebendigen Strömen wird Gottes Volk, bisher Pilger und Wanderer, eine neue Heimat finden.“ – Der große Kampf, S. 674. 3. Das Zeugnis der Vorsehung 01.09. (Di) a. Welche kostbaren Lehren können wir von den Propheten lernen, um uns in Zeiten der Entmutigung und Versuchung zu stärken? Jakobus 5, 17; Römer 8, 28; 1. Johannes 5, 14. „Aus unsern Verhältnissen, aus unserer Umgebung und aus dem täglichen Wechsel können wir wertvolle Weisungen entnehmen, wenn unsere Herzen dafür empfänglich sind…. [Die Patriarchen und Propheten] waren Menschen ‚gleich wie wir‘. (Jakobus 5, 17.) Wir sehen, dass auch sie mit Enttäuschungen zu kämpfen hatten, der Versuchung unterlagen, sich aber doch wieder aufrichteten und durch die Gnade Gottes den Sieg davontrugen. Durch solche Beispiele werden wir in unserm Trachten nach der Gerechtigkeit ermutigt.“ – Der Weg zu Christus, S. 63. b. Wenn Gott für die Natur sorgt, wie viel mehr wird er dann für seine Kinder sorgen? Psalm 107, 43; 145, 15. 16. „Natur und Offenbarung zeugen beide von Gottes Liebe. Unser himmlischer Vater ist die Quelle des Lebens, der Wahrheit und der Freude. Blickt nur hin auf die sinnvollen und herrlichen Wunder der Natur! Bedenkt, wie vortrefflich sie nicht nur den Bedürfnissen und dem Glück der Menschen, sondern auch aller andern Lebewesen angepasst sind! Sonnenschein und Regen, die die Erde erquicken und erfrischen, Hügel, Seen und Ebenen erzählen uns von der Liebe des Schöpfers.“ – Der Weg zu Christus, S. 3. c. Worauf sollte uns die Verheißung von Gottes Fürsorge lenken? Matthäus 6, 30-34. „Wenn wir unsere Angelegenheiten ausschließlich selber in die Hand nehmen und Erfolg nur von unserer eigenen Klugheit erhoffen, bürden wir uns eine Last auf, die Gott gar nicht für uns vorgesehen hat, und verzichten damit auf seinen Beistand. Wir belasten uns mit der Verantwortlichkeit, die Gott gebührt, und setzen uns mithin an den ihm zukommenden Platz. Wohl mögen wir uns sorgen und Gefährdung und Einbuße erwarten; denn ganz gewiss werden solche Dinge über uns kommen. Glauben wir aber aufrichtig, dass Gott uns liebt und nur unser Bestes will, dann werden wir uns keine Sorgen mehr um die Zukunft machen. Wir werden Gott vertrauen, wie ein Kind seinen liebevollen Eltern vertraut. Unsere Sorgen und Qualen werden alsdann schwinden, ist doch unser Wille im Willen Gottes aufgegangen.“ – Das bessere Leben, S. 84. 4. Gottes Offenbarung 02.09. (Mi) a. Wo finden wir die klarsten Offenbarungen von Gottes Plan zur Erlösung der Menschen? Johannes 5, 39; Jesaja 34, 16. „Gott redet zu uns durch sein Wort. Darin offenbart sich noch klarer sein Wesen, sein Handeln an uns Menschen, sein großes Erlösungswerk.“ – Der Weg zu Christus, S. 63. b. Was sollten alle täglich tun, die in der Gnade und Kraft Gottes wachsen wollen? Johannes 6, 53. 63; Kolosser 3, 1. 2. „Die Tatsache der Erlösung wünschen selbst die Engel zu erforschen. Sie wird der Inhalt des Lobliedes der Erlösten durch die endlosen Jahrtausende der Ewigkeit sein. Ist dies nicht einer sorgfältigen Betrachtung wert? Die unbeschreibliche Barmherzigkeit und Liebe Jesu, das für uns gebrachte Opfer, erfordern unser ernstestes und gründlichstes Nachdenken. Wir sollten über das Wesen unseres Erlösers und Vermittlers und über seine Aufgabe alle, die an ihn glauben, von ihren Sünden zu erlösen mehr nachsinnen.“ – Der Weg zu Christus, S. 64. c. Wie sollen wir Gottes Wort in unsere Herzen aufnehmen? Matthäus 4, 4; 2. Timotheus 2, 15. „Niemand, der die Lehren der Bibel zu schätzen weiß, kann auch nur eine Stelle daraus lesen, ohne ihr einen nützlichen Gedanken abzugewinnen. Das wertvollste Lehrgut der Bibel jedoch ist nicht durch gelegentliches oder unzusammenhängendes Studium zu erarbeiten. Das großartige System der Wahrheit wird nicht so dargeboten, dass es von dem flüchtigen oder gedankenlosen Leser erkannt wird. Viele biblische Schätze liegen weit unter der Oberfläche und können nur durch fleißiges Forschen und andauerndes Bemühen erlangt werden. Man muss nach den Wahrheiten, die das große Ganze ausmachen, suchen und sie zusammentragen, ‚hier ein wenig, da ein wenig‘. (Jesaja 28, 10.) Wenn wir sie so erforschen und zusammenstellen, werden wir entdecken, dass sie vollkommen zueinander passen. Jedes der Evangelien stellt eine Ergänzung der übrigen, jede Weissagung die Auslegung einer anderen, jede Wahrheit die Weiterentwicklung irgendeiner sonstigen Wahrheit dar. Die Vorbilder der jüdischen Glaubenslehre werden durchs Evangelium erklärt. Jede Grundwahrheit im Worte Gottes hat ihren Ort, jede Tatsache ihren Bezug, und das vollendete Gebäude zeugt in Plan und Ausführung von dem Schöpfer. Solch einen Bau konnte nicht Menschengeist, sondern nur der Ewige ersinnen und gestalten.“ – Erziehung, S. 113. 114. 5. Bibelstudium 03.09. (Do) a. Was brachte Jeremia in Zeiten der Not Trost und Hilfe? Jeremia 15, 16. „Nichts ist besser dazu angetan, unsern Geist zu stärken, als die eingehende Beschäftigung mit der Heiligen Schrift. Kein anderes Buch ist so geeignet, unsere Gedanken zu erheben, unsere geistigen Fähigkeiten zu kräftigen, wie die tiefen, veredelnden Wahrheiten des Wortes Gottes. Würde dieses Wort so durchforscht, wie es der Fall sein sollte, so fände man eine geistliche Erleuchtung, einen Edelsinn und eine Zuverlässigkeit unter den Menschen, wie man sie selten trifft.“ – Der Weg zu Christus, S. 65. „Wer sich eingehend und unter Gebet mit der Schrift befasst, wird ein klares Verständnis und ein gesundes Urteilsvermögen entwickeln, gerade so, als hätte er durch die Hinwendung zu Gott einen höheren Grad an Intelligenz entwickelt.“ – Intellekt, Charakter und Persönlichkeit, Band 1, S. 109. b. Wie sollten die Schriften studiert werden, und was sollte einem solchen Bibelstudium vorausgehen? Psalm 119, 9. 11. 16. „Gottes Wahrheit liegt wie das Gold nicht immer an der Oberfläche. Sie kann oft nur durch ernstes Nachdenken und Studieren hervorgeholt werden.“ – Diener des Evangeliums, S. 44. „Wie der Bergmann Adern des edlen Metalls tief unter der Erdoberfläche entdeckt, so wird jeder, der unermüdlich im Worte Gottes nach verborgenen Schätzen forscht, Wahrheiten von größter Bedeutung finden; aber dem Auge des nachlässigen Lesers entziehen sie sich. Die geistdurchhauchten Worte Gottes werden, recht im Herzen erwogen, wie Ströme aus der Quelle des Lebens fließen. Das Wort Gottes sollte niemals ohne Gebet gelesen werden. Ehe wir seine Blätter öffnen, sollten wir um die Erleuchtung des Heiligen Geistes bitten, und sie wird uns gegeben werden… Engel aus der Welt des Lichts werden die Führer derer sein, die demütigen Herzens um göttlichen Beistand bitten.“ – Der Weg zu Christus, S. 66. Fragen zur persönlichen Wiederholung 04.09. (Fr) 1. Welche Lehrmethode gebrauchte unser Erlöser, um die Menschen zu erreichen? 2. Welche Vorsorge hat Gott getroffen, um sich allen zu offenbaren – auch denen, die keinen Zugang zu seinem Wort haben? 3. Was kann durch die Vorsehungen Gottes gelernt werden? 4. Beschreibe die Haltung, die wir gegenüber der Bibel als Offenbarung Gottes einnehmen sollen. 5. Welche Erfahrung Jeremias mit den Schriften sollte wiederholt werden? |