Die Gefahr des Zweifelns LEITTEXT: „Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer da zweifelt, der ist wie die Meereswoge, die vom Winde getrieben und gewebt wird.“ (Jakobus 1, 6.) Zum Lesen empfohlen: Der Weg zu Christus, Kapitel 12, S. 76-83. „Gott verlangt nie von uns, dass wir etwas glauben sollen, ohne eine genügende Grundlage dafür zu geben.“ – Der Weg zu Christus, S. 77. 1. Was ist Zweifel? 13.09. (So) a. Woran sollten wir denken, wenn wir zwischen Glauben und Zweifel hin- und herschwanken? Jakobus 1, 5-7. „[Des Erlösers] Verheißung gilt nur denen, die dem Herrn willig in allem folgen. Gott zwingt keinen Menschen. Darum wird er auch niemanden führen, der zu stolz ist, sich belehren zu lassen, der unbedingt seinen eigenen Weg gehen will. Aber auch von den Unentschlossenen, die ihren Neigungen folgen, obwohl sie vorgeben, Gottes Willen zu tun, schreibt Jakobus: ‚Solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde.“ (Jakobus 1, 7.)“ – Patriarchen und Propheten, S. 363. b. Was hat der Herr uns gegeben, um Zweifel zu überwinden? Psalm 119, 105; Hebräer 11, 1. 3. 6. „Unser Glaube muss sich auf das innere Zeugnis, nicht auf äußere Beweise gründen. Die nach Zweifeln suchen, werden dazu Gelegenheit finden, während aufrichtige Wahrheitsforscher hinreichende innere Zeugnisse entdecken können, auf die sich ihr Glaube stützen kann.“ – Der Weg zu Christus, S. 77. „Gott hat in seinem Wort genügend Beweise von dessen göttlichen Ursprung gegeben. Die großen Wahrheiten, die sich auf unsere Erlösung beziehen, sind klar dargelegt. Mit Hilfe des Heiligen Geistes, der allen verheißen ist, die aufrichtig darum bitten, vermag jeder diese Wahrheiten zu verstehen. Gott hat den Menschen einen starken Grund verliehen, auf den sie ihren Glauben stützen können.“ – Der große Kampf, S. 529. 530. 2. Göttliche Geheimnisse 14.09. (Mo) a. Wie sollen wir mit den verborgenen Dingen umgehen, die Gott uns nicht offenbart hat? 5. Mose 29, 29; Hiob 38, 4-11. „Das Wort Gottes, wie auch die Wesenheit seines Urhebers, stellt uns vor Geheimnisse, die wir sterblichen Wesen nie vollkommen erfassen. Das Eindringen der Sünde in die Welt, die Fleischwerdung Christi, die Wiedergeburt, die Auferstehung und viele andere Dinge, die uns die Bibel berichtet, sind zu tiefe Geheimnisse, als dass sie der menschliche Verstand erklären oder nur recht begreifen könnte. Wir haben keine Ursache, sein Wort deshalb zu bezweifeln, weil wir in die Geheimnisse seiner Vorsehung nicht eindringen können.“ – Der Weg zu Christus, S. 77. 78. „Gott zwingt die Menschen nicht, ihren Unglauben aufzugeben. Vor ihnen liegen Licht und Finsternis, Wahrheit und Irrtum. Sie selbst müssen sich für das eine oder das andere entscheiden. Der menschliche Geist ist mit der Fähigkeit ausgestattet, Recht und Unrecht zu erkennen. Nach Gottes Willen dürfen sich die Menschen nicht von einer Augenblicksregung bestimmen lassen, sondern von der Gewichtigkeit der Beweise, wobei sie sorgfältig Schriftwort mit Schriftwort vergleichen sollen. Hätten die Juden ihr Vorurteil überwunden und das prophetische Wort mit den Tatsachen verglichen, die Jesu Leben kennzeichneten, so hätten sie eine wunderbare Übereinstimmung zwischen den Prophezeiungen und deren Erfüllung im Leben und im Dienst des demütigen Galiläers erkannt. Heute werden viele in der gleichen Weise irregeführt wie damals die Juden. Geistliche Lehrer lesen die Bibel im Lichte ihres eigenen Verständnisses oder der überlieferten Anschauungen. Die Menschen forschen nicht in der Heiligen Schrift und beurteilen nicht selbst, was Wahrheit ist. Sie verzichten auf eine eigene Meinung und liefern sich ihren führenden Männern aus. Sein Wort zu predigen und zu lehren ist eines der Mittel, die Gott für die Ausbreitung der Wahrheit vorgesehen hat. Aber alles, was Menschen lehren, müssen wir anhand der Bibel prüfen.“ – Das Leben Jesu, S. 452. b. Wie zeigt die Bibel, dass es Dinge gibt, die schwer zu verstehen sind? 2. Petrus 3, 16. „Diese Tatsache wurde von den Zweiflern als Beweismittel dagegen angeführt, dass die Bibel das Wort Gottes ist; aber weit gefehlt, sie ist gerade ein starker Beleg für die göttliche Eingebung der Bibel. Wenn diese uns nichts weiter von Gott erzählte, als was leicht verständlich ist, wenn Größe und Hoheit des Allwaltenden von uns armen Menschen erfasst werden könnte, dann trüge die Heilige Schrift nicht die unverkennbare Beglaubigung der göttlichen Urheberschaft. Gerade die Erhabenheit und die Unerforschlichkeit einzelner Gedanken sollten in uns den Glauben erwecken, dass sie Gottes Wort ist.“ – Der Weg zu Christus, S. 78. 3. Die Gefahr eines ungläubigen Herzens 15.09. (Di) a. Welche besondere Gefahr besteht für die Gläubigen in diesen letzten Tagen? Hebräer 3, 12; 2. Timotheus 4, 3. 4. „Wenn Gott den Menschen so wichtige Warnungen sendet, dass der Prophet sie darstellt, wie heilige Engel sie verkündigen, die mitten durch den Himmel fliegen, dann verlangt er von jedem vernünftigen Wesen, die Botschaft zu beachten. Die furchtbaren Strafgerichte, die gegen die Anbetung des Tieres und seines Bildes ausgesprochen wurden (Offenbarung 14, 9-11), sollten alle zu einem eifrigen Studium der Weissagungen antreiben, damit sie erführen, was das Malzeichen des Tieres ist, und wie sie vermeiden können, es anzunehmen. Aber die meisten Menschen haben taube Ohren für die Wahrheit und wenden sich den Fabeln zu. Der Apostel Paulus erklärte im Hinblick auf die letzten Tage: ‚Es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden.‘ (2. Timotheus 4, 3.) Diese Zeit ist jetzt da. Die Menge wünscht keine Bibelwahrheit, weil diese sich mit den Begierden des sündigen, weltliebenden Herzens nicht verträgt; und Satan versorgt sie mit dem Blendwerk, das die Menschen lieben.“ – Der große Kampf, S. 595. b. Was wird über die Haltung der zwei Gruppen in den letzten Tagen geweissagt? Daniel 12, 10; Offenbarung 22, 11. „Aber Gott will ein Volk auf Erden haben, das die Heilige Schrift, und nur diese allein, beibehält als Richtschnur aller Lehre und als Grundlage aller Reformen. Die Meinungen gelehrter Männer, die Ergebnisse der Wissenschaft, die Glaubenssätze und Beschlüsse von Kirchenversammlungen, zahlreich und uneins wie die Kirchen, die sie vertreten, die Stimme der Mehrheit – weder das eine allein noch sie alle zusammen können als Beweis für oder gegen irgendeinen religiösen Glaubenspunkt betrachtet werden. Ehe wir irgendeine Lehre oder Vorschrift annehmen, sollten wir ein deutliches ‚So spricht der Herr!‘ als Beweis dafür verlangen.“ – Der große Kampf, S. 596. „Demjenigen, der in lebendiger Verbindung mit der Sonne der Gerechtigkeit steht, wird immer neues Licht aus dem Worte Gottes offenbart. Lasst niemand zu dem Schluss kommen, dass keine neue Wahrheit mehr enthüllt würde. Der fleißige, andächtige Sucher nach Wahrheit wird stets noch kostbarere Lichtstrahlen aus dem Worte Gottes hervorleuchten sehen. Viele Edelsteine sind noch zerstreut, die gesammelt werden müssen, dass sie das Eigentum des Volkes der Übrigen werden. Aber das Licht ist nicht nur zum Nutzen der Gemeinde gegeben worden, sondern dass es an die weitergeleitet werde, die in Finsternis sind. Die Kinder Gottes sollten das Lob dessen verkündigen, der sie aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Lichte führte. Christus sagt von seinem Volk: ‚Ihr seid das Licht der Welt!‘; und die Mission des Lichtes besteht darin, die Dunkelheit zu erleuchten.“ – Ratschläge für das Sabbatschulwerk, S. 30. 31. 4. Die wahre Ursache des Zweifels 16.09. (Mi) a. Wie können wir zwischen dem Wichtigen und dem Unwichtigen unterscheiden? 2. Korinther 13, 5; Titus 3, 9-11. „Während Gott dem Glaubenden genügend Beweise gibt, wird er niemals alles beseitigen, was den Unglauben entschuldigen könnte. Wer nach irgendeiner Stütze für seinen Zweifel sucht, wird sie auch finden. Wer sich weigert, Gottes Wort anzunehmen und zu befolgen, bis jeder Einwand beseitigt ist, so dass nicht länger Anlass zum Zweifeln besteht, wird nie zum Licht kommen.“ – Der große Kampf, S. 530. b. Welche Segnungen werden den Demütigen zuteilwerden? Jakobus 4, 6. 10; 1. Petrus 5, 6. 7. „Jedem Mangel wurde abgeholfen, mein Hunger wurde gestillt. Nunmehr ist die Bibel für mich die Offenbarung Jesu Christi. Fragst du aber, weshalb ich an Jesus glaube? Weil er mein göttlicher Erlöser ist. Fragst du, weshalb ich an die Bibel glaube? Weil sie die Stimme Gottes an mich ist.“ Wir haben dann das Zeugnis in unserer eigenen Brust, dass Christus der Sohn Gottes ist. Wir wissen, dass wir nicht schlau ausgedachten Fabeln folgen.“ – Der Weg zu Christus, S. 83. c. Wie beschreibt der Apostel Paulus die Erfahrung des Gläubigen jetzt und in der Zukunft? 1. Korinther 13, 12. „In diesem Leben können wir nur zu einem geringen Teil den wunderbaren Vorgang der Erlösung verstehen. Mit unserem beschränkten Verstand können wir ernsthaft die Schande und die Herrlichkeit, das Leben und den Tod, die Gerechtigkeit und die Gnade, die sich im Kreuz begegnen, betrachten und ermangeln doch – trotz äußerster Anstrengung – der notwendigen Geisteskräfte, um deren volle Bedeutung zu erfassen. Die unermessliche Größe der erlösenden Liebe wird nur dunkel begriffen. Der Erlösungsplan wird selbst dann nicht völlig verstanden werden, wenn die Erlösten sehen, wie sie gesehen, und erkennen, wie sie erkannt werden; sondern durch alle Ewigkeit hindurch werden dem staunenden und entzückten Gemüt stets neue Wahrheiten offenbart werden.“ – Der große Kampf, S. 650. „Durch den Glauben können wir in die Zukunft schauen, dürfen Gottes Wort als Bürgschaft für unser geistliches Wachstum nehmen, dürfen davon überzeugt sein, dass sich seine göttlichen Eigenschaften mit unsern menschlichen vereinigen und jede Kraft unseres Gemüts in unmittelbare Verbindung mit der Quelle des Lichts tritt. Wir dürfen dann darüber jauchzen, dass Gott in seiner Weisheit alle Dinge, die uns vorher dunkel erschienen waren, erhellt hat, dass wir für das, was wir vorher nicht deuten konnten, nunmehr eine Erklärung gefunden haben; dass da, wo wir vorher nur Verwirrung und Zwecklosigkeit erblickten, jetzt die schönste und vollkommenste Einheit herrscht. [1.Korinther 13, 12. Zitiert]“ – Der Weg zu Christus, S. 83. 5. Gottes Absicht mit seinem Volk 17.09. (Do) a. Auf welche bemerkenswerte Weise hat der Herr sein Wort in dieser Zeit entfaltet, während das Ende näher rückt? Offenbarung 10, 2. 6. 7. „Wir wollen nicht vergessen: Nicht das Buch der Offenbarung wurde von Gott als versiegelt erklärt, sondern lediglich einige Teile des Buches Daniel, die sich mit bestimmten Prophezeiungen für die Endzeit befassten. (Daniel 12, 4.) Als dieses Buch dann geöffnet wurde, wie es Offenbarung 10 schildert, heißt es: ‚Es soll hinfort keine Zeit mehr sein!‘ Das Buch Daniel ist jetzt also nicht mehr versiegelt, und der Inhalt der Offenbarung, den Christus dem Jünger Johannes anvertraut hatte, soll allen Bewohnern der Erde bekanntgemacht werden. Durch die wachsende Erkenntnis soll das Volk der Gläubigen befähigt werden, die schweren Ereignisse der letzten Zeit durchzustehen.“ – Für die Gemeinde geschrieben, Band 2, S. 103. 104. „Viele hegen die Ansicht, das Buch der Offenbarung sei ein versiegeltes Buch, und sie wollen keine Zeit widmen, dessen Geheimnisse zu studieren. Sie sagen, sie müssten nur beständig die Herrlichkeiten der Erlösung schauen, und die dem Johannes auf der Insel Patmos geoffenbarten Geheimnisse seien weniger einer Betrachtung wert als jene Herrlichkeiten der Erlösung. So aber betrachtet Gott dieses Buch nicht. ... Das Buch der Offenbarung eröffnet der Welt, was gewesen ist, was ist und was kommen soll; es ist zu unserer Belehrung geschrieben, auf die das Ende der Welt gekommen ist. Es sollte mit ehrfürchtiger Bewunderung studiert werden… Der Herr selbst offenbarte seinem Diener Johannes die Geheimnisse des Buches der Offenbarung, und er (der Herr) bestimmt, dass diese Geheimnisse allen zum Studium offen sein sollten. In diesem Buch werden Ereignisse beschrieben, die jetzt der Vergangenheit angehören, und einige Ereignisse von Ewigkeitswert, die sich jetzt um uns herum ereignen; andere Prophezeiungen werden sich erst am Ende der Zeit vollends erfüllen, wenn der letzte große Kampf zwischen den Mächten der Finsternis und dem Fürsten des Himmels stattfindet.“ – Bibelkommentar, S. 506. b. Was sollen die Gläubigen tun, wenn sie die Schrift studieren? 2. Timotheus 2, 15; Johannes 7, 17. Fragen zur persönlichen Wiederholung 18.09. (Fr) 1. Welche Haltung müssen wir haben, um zu erkennen, was Wahrheit ist? 2. Erkläre, warum nicht alle Teile der Schrift vollständig verstanden werden können. 3. Warum wollen viele die biblische Wahrheit nicht annehmen? 4. Was werden diejenigen, die Zweifel suchen, immer finden? 5. Warum bedarf es der Bereitschaft zum Gehorsam, um die Wahrheit zu verstehen? |