6. Lektion Sabbat, den 8. August 2026


Glaube und Annahme

LEITTEXT: „Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleische wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.“ (Hesekiel 36, 26.)

Zum Lesen empfohlen: Der Weg zu Christus, Kapitel 6, S. 34-39.

„Wir können die Verfehlungen der Vergangenheit nicht abbüßen, unsere Herzen nicht erneuern und nicht aus eigener Kraft zur Heiligung gelangen. Aber Gott verheißt, all das für uns durch die Vermittlung Christi zu tun.“ – Der Weg zu Christus, S. 36.

1. Vergebung und Friede 02.08. (So) 

a. Was ist Gottes wunderbare Verheißung der Vergebung und des Friedens? 1. Johannes 1, 9.


„Wir merken, dass unser Leben mit Selbstsucht und Sünde erfüllt gewesen ist, und sehnen uns nach Vergebung, nach Reinigung und nach Freiheit. Aber was können wir tun, die Ähnlichkeit, ja Übereinstimmung mit dem Allwaltenden zu erlangen?
Friede tut uns not des Himmels Vergebung, Friede und Liebe in unseren Herzen. Geld, Verstand und Weisheit können solches weder erkaufen noch hervorbringen noch erwerben: Darum hofft niemals, sie durch eigene Bemühungen zu erlangen. Gott bietet sie uns vielmehr als ein freies Gnadengeschenk an, ‚ohne Geld und umsonst‘. (Jesaja 55, 1.) Sie gehören uns, wenn wir nur unsere Hände nach ihnen ausstrecken und sie ergreifen.“ – Der Weg zu Christus, S. 34. 35.

b. Was ist eine weitere wichtige Verheißung, die das ganze Wesen in einen neuen Menschen verwandeln und im Einklang mit Gott bringen wird? Hesekiel 36, 26.

„Wir haben unsere Sünden bekannt, aufrichtig abgelegt und sind entschlossen, mit Gott ein neues Leben zu beginnen. Lasst uns nun zum Herrn gehen und ihn bitten, dass er unsere Sünden tilge und uns ein neues Herz schenke. Seid überzeugt, dass er es tut, weil er es zugesagt hat. Denn der Heiland lehrte während seines Erdenlebens, dass die von Gott verheißene Gabe unser Eigentum ist, sobald wir sie im Glauben annehmen.“ – Der Weg zu Christus, S. 35.

2. Leben durch Christus 03.08. (Mo) 

a. Was sagte Jesus dem Gelähmten am Teich Bethesda, was er tun solle, und was können wir aus dieser Erfahrung lernen? Johannes 5, 1-9.


„Folgen wir der Geschichte des Schwergelähmten zu Bethesda. Wir sehen einen armen, hilflosen Dulder vor uns. Achtunddreißig Jahre zuvor hat er den Gebrauch seiner Glieder verloren, und doch sagt der Heiland zu ihm: ‚Stehe auf, hebe dein Bett auf und gehe heim!‘ Wohl hätte der Kranke sagen können: ‚Herr, wenn du willst, so mache mich gesund, ich will deinem Worte gehorchen‘; doch nein er glaubte dem Worte Christi, er glaubte, dass er gesund geworden war, und erhob sich sofort von seinem Lager. Er machte sich auf, zu gehen, und ging. Er handelte nach dem Befehl Christi, Gott gab die Kraft. Er war ganz geheilt.“ – Der Weg zu Christus, S. 35. 36.
„Jesus hatte ihm keineswegs göttliche Hilfe zugesichert. Der Mann hätte im Zweifel verharren und seine einzige Möglichkeit, geheilt zu werden, einbüßen können. Doch er glaubte dem Wort Christi, handelte danach und empfing Kraft.
Durch den gleichen Glauben können wir geistlich geheilt werden. Die Sünde hat uns vom göttlichen Leben getrennt. Unsere Seelen sind gelähmt. Aus uns selbst sind wir ebensowenig fähig, ein geheiligtes Leben zu führen, wie jener gebrechliche Mann ohne Hilfe gehen konnte. Viele sind sich ihrer Hilflosigkeit bewusst und sehnen sich nach jenem geistlichen Leben, das sie in Einklang mit Gott bringt; sie mühen sich jedoch vergeblich, es zu erringen. Voller Verzweiflung rufen sie aus: ‚Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes?‘ Römer 7, 24. Solche verzweifelten und ringenden Menschen dürfen aufschauen. Der Heiland neigt sich über die mit seinem Blut Erkauften und fragt mit unaussprechlicher Güte und herzlichem Erbarmen: ‚Willst du gesund werden?‘ Er gebietet dir, in Gesundheit und Frieden aufzustehen.“ – Das Leben Jesu, S. 186. 187.

b. Was wird dem Sünder durch Jesus verheißen? 2. Chronik 7, 14; Hosea 14, 5.

„Wir können die Verfehlungen der Vergangenheit nicht abbüßen, unsere Herzen nicht erneuern und nicht aus eigener Kraft zur Heiligung gelangen. Aber Gott verheißt, all das für uns durch die Vermittlung Christi zu tun. Dieser Verheißung müssen wir glauben. Wir müssen unsere Sünden bekennen, uns Gott ergeben und ihm dienen. Tun wir dies, so wird er auch seine Verheißung an uns erfüllen. Wenn wir ihr glauben – glauben, dass unsere Missetaten vergeben und unsere Herzen gereinigt sind, dann tut Gott das Seine; dann werden auch wir von unseren Sünden und Gebrechen geheilt, gerade wie der Schwergelähmte. Es ist so – wenn wir es glauben.
Warte nicht, bis du es fühlst, dass du geheilt bist, sondern sage: ‚Ich glaube es, nicht weil ich es fühle, sondern weil Gott es verheißen hat.‘ Jesu Worte lauten: ‚Alles was ihr bittet in eurem Gebet, glaubet nur, dass ihr‘s empfangen werdet, so wird‘s euch werden.‘“ – Der Weg zu Christus, S. 36.

3. Angenommen durch den Geliebten 04.08. (Di) 

a. Was geschieht mit den vergangenen Sünden, wenn Jesus als Erlöser angenommen wird? Römer 3, 24. 25; 5, 1. 9. 10.


„‚Alles was ihr bittet in eurem Gebet, glaubet nur, dass ihr‘s empfangen werdet, so wird‘s euch werden.‘ (Markus 11, 24.)
Diese Verheißung hat jedoch eine Bedingung: Wir müssen nach dem Willen Gottes bitten. Nun ist es aber Gottes Wille, uns von unsern Mängeln zu reinigen, uns zu seinen Kindern zu machen und uns zu einem heiligen Leben zu befähigen. So dürfen wir um diese Segnungen bitten und fest glauben, dass wir sie erlangen dürfen Gott danken, dass wir sie erlangt haben. Es ist unser Vorrecht, zu Jesus zu kommen und, gereinigt von Sünden, ohne Scham und ohne Gewissensbisse vor dem Gesetz zu stehen.“ – Der Weg zu Christus, S. 36.

b. Welche Stellung hat der Gläubige vor Gott? Römer 8, 1.

„Während sich des Christen Leben durch Demut auszeichnet, sollte es doch ohne Traurigkeit oder eigene Herabsetzung sein. Es gehört zur Freiheit jedes einzelnen, so zu wandeln, wie es dem Herrn wohlgefällt und er ihn segnen kann. Unser himmlischer Vater will nicht, dass wir uns ständig verdammt und in Finsternis fühlen sollen. Es ist kein Beweis echter Demut, mit gebeugtem Haupt und einem grüblerischen Herzen einherzugehen. Wir dürfen zu Jesus kommen, uns von ihm reinigen lassen und ohne Scham oder Gewissensbisse vor dem Gesetz bestehen.“ – Der große Kampf, S. 477.
„Wenn wir uns Gott im Glauben rückhaltlos übergeben, reinigt uns das Blut Christi von aller Sünde. Das Gewissen wird uns dann nicht mehr verklagen. [Der folgende Satz ist aus dem Englischen zitiert. Durch den Glauben an sein Blut können alle in Christus Jesus vollkommen werden.]… Wenn wir an Jesus Christus glauben, sollen wir nicht darüber besorgt sein, was Gott über uns denkt, entscheidend ist, was er über Christus denkt. Wir sind allein durch die Verdienste Christi bei Gott angenommen.“ – Für die Gemeinde geschrieben, Band 2, S. 33. 34.

c. Welche Veränderung sollten alle erkennen, die in dieses Bundesverhältnis mit Gott eingetreten sind? 1. Petrus 1, 18. 19; 1. Korinther 6, 19. 20; Galater 3, 26.

„Hinfort seid ihr nicht euer eigen, sondern mit einem kostbaren Preise erkauft. [1. Petrus 1, 18. 19. zitiert.] Mit der einfachen Tatsache, dass wir an Gott glauben, beginnt durch die Kraft des Heiligen Geistes in unserm Herzen ein neues Leben. Wir sind als Kinder in die Hausgenossenschaft Gottes geboren, und der Ewigtreue liebt uns, wie er seinen Sohn liebt.“ – Der Weg zu Christus, S. 36. 37.

4. Mit Christus wandeln 05.08. (Mi) 

a. Welches Verhalten wird von dem Gläubigen erwartet? Kolosser 2, 6.

„Wenn ihr euch nun dem Herrn Jesus geweiht habt, tretet nicht zurück, trennt euch nicht von ihm, sondern bekennt es Tag für Tag: ‚Ich gehöre Christus an, ich habe mich ihm ganz ergeben.‘ Bittet ihn, euch seinen Geist zu senden und euch in seiner Gnade zu erhalten. Wie ihr nun durch die völlige Hingabe und den Glauben an Gott seine Kinder geworden seid, so muss auch euer ganzes Leben in dem seinigen aufgehen. Paulus sagt: ‚Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so wandelt in ihm.‘ (Kolosser 2, 6.)
Unter etlichen scheint das Gefühl vorzuherrschen, dass sie erst eine Prüfungszeit bestehen und dem Herrn beweisen müssen, dass sie sich geändert haben, ehe sie um seine Segnungen bitten können; aber sie dürfen sich gerade jetzt an ihn wenden. Sie haben die Gnade Christi und seinen Geist in ihren Fehlern nötig, sonst könnten sie der Sünde nicht widerstehen. Gerade wie wir sind, sündhaft, hilflos, abhängig, sollen wir zu Jesus kommen. Mit all unserer Schwachheit, Torheit und Sündhaftigkeit dürfen wir vor ihm erscheinen und ihm reuig zu Füßen fallen. Dann umfängt er uns mit den Armen seiner Liebe, verbindet unsere Wunden und reinigt uns von aller Unreinigkeit.“ – Der Weg zu Christus, S. 37.

b. Welche Vorkehrung gibt es für Fehler, die im Lernprozess gemacht werden? 1. Johannes 2, 1. 2.

„Zweifle nun nicht daran, dass Gott bei diesen Verheißungen dich gemeint habe! Sie sind für jeden Übertreter, der wahrhaft bereut. Stärke und Gnade sind uns durch Christus vermittelt und werden jedem Gläubigen von den dienenden Engeln gebracht. Niemand ist so sündig, dass er nicht Kraft, Gerechtigkeit und Reinheit in Jesus finden könnte, der für alle gestorben ist. Christus will die sündenbefleckten Kleider von ihnen nehmen und ihnen die weißen Kleider der Gerechtigkeit geben; er will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er lebe.“ – Der Weg zu Christus, S. 37. 38.

c. Erkläre, wie wir auf diesem Weg gestärkt werden. 1. Johannes 1, 7; Galater 5, 16. 17. 25.

„Wer immer auf diesem Wege der Weisheit wandelt, wird selbst im Leiden seine große Freude bewahren; wandelt doch der, den seine Seele liebt, wenn auch unsichtbar, neben ihm. Bei jedem Schritt nach aufwärts spürt er deutlicher seine stützende Hand, fallen hellere Strahlen aus der Herrlichkeit des Unsichtbaren auf seinen Weg. Und sein Lobgesang schwingt sich immer höher bis zum Throne Gottes, wo er sich mit den Liedern der Engel vereint.“ – Das bessere Leben, S. 116. 

5. Die erlösende Liebe des Vaters 06.08. (Do) 

a. Was sind die Bedingungen für die Annahme durch Gott? Jesaja 55, 7; 44, 22.


„Der Allwaltende handelt nicht so mit uns, wie wir sterblichen Menschen gegeneinander handeln. Seine Gedanken sind Gedanken der Barmherzigkeit, der Liebe und des innigsten Mitgefühls.“ – Der Weg zu Christus, S. 38.
„Wer wie David bekennt und bereut, kann gewiss sein, dass es für ihn Hoffnung gibt. Wer Gottes Verheißungen im Glauben annimmt, wird Vergebung finden. [Der folgende Satz ist aus dem Englischen übersetzt: Der Herr wird niemals eine wahrhaft bußfertige Seele verwerfen.]“ – Patriarchen und Propheten, S. 701.

b. Welche wahre Haltung hat unser himmlischer Vater gegenüber allen, die vom Weg abgeirrt sind? Hesekiel 18, 32; Lukas 15, 18-20.

„Satan ist stets bereit, uns die herrlichen Verheißungen Gottes zu stehlen. Er möchte uns den letzten Funken Hoffnung, den letzten Lichtstrahl rauben, wenn wir es zulassen. Schenke dem Versucher kein Gehör, sondern rufe ihm zu: Jesus ist gestorben, damit ich lebe! Seine Liebe zu mir wird es nicht zugeben, dass ich verlorengehe… Dies Gleichnis zeigt uns auch den Empfang des Verlorenen: [Lukas 15, 18-20 zitiert.]
Selbst dieses überaus rührende Gleichnis ist noch zu schwach, auch nur annähernd die unendliche Barmherzigkeit des himmlischen Vaters zu schildern. Der Herr legt sie in den Mund seines Sehers mit folgenden Worten: ‚Ich habe dich je und je geliebt: darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.‘ (Jeremia 31, 3.) Während der Sünder noch weit von dem Hause des Vaters entfernt ist, während er noch im Sündenlande seine Güter verprasst, sehnt sich das Vaterherz schon nach ihm. Jedes Verlangen nach Rückkehr zu Gott ist nichts anderes als die mahnende Stimme seines Geistes, die werbend, bittend, den verlorenen Sohn ans Vaterherz ziehend, ans Herz der Liebe zurückbringen will.“ – Der Weg zu Christus, S. 38. 39.

Fragen zur persönlichen Wiederholung 07.08. (Fr) 

1. Was zieht in die Seele ein, deren Sünden vergeben sind?
2. Warum konnte der Gelähmte am Teich Bethesda plötzlich gehen?
3. Welche Verheißung gehört uns, wenn wir Christus als unseren Erlöser annehmen?
4. Was ist das Geheimnis eines siegreichen Wandels mit Christus?
5. Beschreibe den Gegensatz zwischen Satans Bosheit und der erlösenden Liebe des Vaters.

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