Hingabe LEITTEXT: „Ihr werdet mich suchen und finden. Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet.“ (Jeremia 29, 13.) Zum Lesen empfohlen: Der Weg zu Christus, Kapitel 5, S. 29-34. „Solchen Auseinandersetzungen sind wir von uns aus nicht gewachsen. [Der folgende Satz ist aus dem englischen zitiert:] Alles, was den Sinn von Gott ablenkt, was zur Selbstüberhebung oder zur Selbstabhängigkeit führt, bereitet gewiss den Weg zu unserem Fall. Darum will uns die Bibel zum Vertrauen auf Gottes Kraft ermutigen und Zweifel an der eigenen Stärke wecken.“ – Patriarchen und Propheten, S. 692. 1. Der Kampf gegen das Ich 26.07. (So) a. Wie beschrieb Paulus den christlichen Kampf und die dafür benötigte Ausrüstung? Epheser 6, 12-18. „Satan bestürmte Christus mit den heftigsten und listigsten Versuchungen; aber er wurde bei jedem Treffen zurückgeschlagen. Jene Kämpfe wurden unsertwegen ausgetragen; jene Siege ermöglichen es uns, zu überwinden. Christus will allen Kraft geben, die danach verlangen. Kein Mensch kann ohne seine eigene Zustimmung von Satan überwunden werden. Der Versucher hat keine Macht, den Willen zu beherrschen oder die Seele zur Sünde zu zwingen. Er mag peinigen, aber er kann nicht beschmutzen. Er kann Seelenangst verursachen, aber keine Verunreinigung. Die Tatsache, dass Christus überwunden hat, sollte seine Nachfolger mit Mut erfüllen, mannhaft gegen Satan und die Sünde zu kämpfen.“ – Der große Kampf, S. 513. b. Wo versucht Satan, vollständige Herrschaft zu erlangen? Sprüche 4, 23. „‚Denn wie er [der Neidische] es abmisst in seiner Seele, so ist er.‘ (Sprüche 23, 7.) Das Herz muss durch die Gnade Gottes eine Erneuerung erfahren, oder es strebt vergeblich nach Reinheit des Lebens. Wer einen anständigen, sauberen Charakter ohne die Gnade Christi bilden will, baut sein Haus auf Flugsand. In den heftigen Stürmen der Anfechtung wird es ganz bestimmt einstürzen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 441. 2. Die göttliche Einladung 27.07. (Mo) a. Was muss aufgegeben werden, um ein Jünger Christi zu sein? Lukas 14, 33; Matthäus 6, 24. „In unserer Hingabe an den Allwaltenden müssen wir natürlich alles das aufgeben, was uns von ihm trennt. Deshalb sagt auch der Heiland: [Lukas 14, 33. zitiert]. Wir müssen alles lassen, was unsere Herzen von Gott wegzieht. Reichtum ist der Götze vieler Menschen. Die Liebe zum Geld und das Verlangen nach Reichtum sind die goldenen Ketten, durch die sie an Satan gefesselt werden. Andere halten sehr auf guten Ruf und weltliche Ehre. Für andere wieder sind selbstgefällige Ruhe und Freiheit von irgendwelcher Verantwortung erstrebenswerte Ziele. Aber diese Sklavenbande müssen gelöst werden. Wir können nicht halb Gott und halb der Welt angehören; entweder wir sind Gottes Kind nicht, oder wir sind es ganz.“ – Der Weg zu Christus, S. 30. 31. b. Welche göttliche Einladung richtet der Herr an alle, die sich eine Erneuerung von Herz und Leben wünschen? Jesaja 1, 18; Jeremia 29, 13; Jakobus 4, 7-10. „Gottes Herrschaft ist nicht obgleich Satan uns dies glauben machen wollte auf blinde Unterwerfung, auf gedankenlosen Zwang gegründet. Nein, er wendet sich an Vernunft und Gewissen… [Gott will den Willen seiner Geschöpfe] nicht zwingen. Gott kann keine Huldigung von uns annehmen, die wir ihm nicht aus freiem Bewusstsein darbringen. Eine erzwungene Unterordnung würde die wirkliche Ausbildung des Verstandes und Willens hindern; sie würde uns zum bloßen Triebwerk herabwürdigen. Das ist aber nicht die Absicht des Schöpfers. Sein Wunsch ist es, dass der Mensch, die Krone der Schöpfung, die höchste Stufe der Entwicklung erreiche. Er stellt uns die herrlichsten Segnungen in Aussicht, deren wir nur durch seine Gnade teilhaftig werden. Er ladet uns ein, ihm unser Ich zu geben, damit er sein Werk in uns vollbringen kann. An uns liegt es also, die Wahl zu treffen zwischen der steten Knechtschaft der Sünde und der wunderbaren Freiheit der Kinder Gottes.“ – Der Weg zu Christus, S. 30. „Christus wurde als der Erlöser der Menschen offenbart. Die Menschen sollten nicht auf ihre eigenen Werke, auf ihre eigene Gerechtigkeit oder in irgendeiner Weise auf sich selbst vertrauen, sondern auf das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt. In ihm wurde der Fürsprecher beim Vater offenbart. Durch ihn erging die Einladung: „Kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der Herr; wenn eure Sünden gleich scharlachrot sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee; wenn sie rot sind wie Karmesin, sollen sie werden wie Wolle.“ Diese Einladung erklingt bis heute durch die Zeiten hindurch zu uns. Lasst nicht zu, dass Stolz, Selbstschätzung oder Selbstgerechtigkeit irgendjemanden davon abhalten, seine Sünden zu bekennen, damit er die Verheißung in Anspruch nehmen kann.“ – Fundamentals of Christian Education, S. 239. 3. Jesus gab alles 28.07. (Di) a. Was hat Jesus das Recht gegeben, seine Kinder in den Himmel zu führen? Kolosser 1, 14; Hebräer 7, 25. „Inmitten der schrecklichen Finsternis, scheinbar von Gott verlassen, hatte Jesus den Leidenskelch bis zur Neige geleert. In diesen furchtbaren Stunden hatte er sich auf die ihm vorher gegebene Zusicherung verlassen, dass ihn der Vater annehmen werde. Er kannte das Wesen seines Vaters, und er verstand auch dessen Gerechtigkeit, Erbarmen und große Liebe. In festem Glauben verließ er sich auf Gott, dem er stets freudig gehorcht hatte. Als er sein Leben nun demütig Gott anvertraute, wurde das Gefühl, der Vater habe ihn verlassen, langsam zurückgedrängt. Durch den Glauben wurde Christus Sieger.“ – Das Leben Jesu, S. 757. „In der Gabe Jesu gab Gott der Welt den ganzen Himmel. Wir Menschen würden solch ein Opfer als Verschwendung bezeichnen. Unserer beschränkten Urteilskraft erschiene der ganze Erlösungsplan als Vergeudung von Gnade und Gnadenmitteln. Selbstverleugnung und opferbereite Hingabe begegnen uns überall. Mit Recht mag der Herr des Himmels erstaunend auf die Menschen blicken, die es ablehnen, sich von der grenzenlosen Liebe in Jesus Christus erheben und bereichern zu lassen und die ausrufen: Warum diese Verschwendung? Aber die Versöhnung für eine verlorene Welt sollte unverkürzt, überreichlich und vollkommen sein. Christi Opfer war so unermesslich groß, dass es jeder Mensch, den Gott erschuf, in Anspruch nehmen kann. Es konnte ja auch nicht so eingeschränkt werden, als genüge es kaum für diejenigen, die diese große Gabe annehmen würden. Nicht alle Menschen werden gerettet. Aber der Erlösungsplan ist nicht deswegen nutzlos, weil er nicht all das vollbringt, wozu er großzügig vorgesehen ist. Seine Wirksamkeit ist reichlich, ja in überreichem Maße vorhanden.“ – Das Leben Jesu, S. 557. b. Was verlangt Jesus von allen, die seine Kinder sein und seinen Geist empfangen möchten? Sprüche 23, 26. „[Jesus] wartet mit zärtlicher Anteilnahme, die Geständnisse des Verirrten zu hören und seine Reue anzunehmen. Er sehnt sich nach einem Beweis der Dankbarkeit, wie eine Mutter auf das Lächeln der Anerkennung von ihrem geliebten Kind wartet. Der große Gott lehrt uns, ihn Vater zu nennen. Er will, dass wir es begreifen sollen, wie ernstlich und zärtlich sein Herz nach uns in allen unseren Mühsalen und Versuchungen verlangt.“ – Diener des Evangeliums, S. 116. „Was opfern wir denn, selbst wenn wir alles aufgeben? Ein von Sünden beflecktes Herz, das Jesus mit seinem eigenen Blut reinigen und durch seine unbeschreibliche Liebe erlösen wird. Gleichwohl zaudern die Menschen, dieses Opfer zu bringen! Wie beschämend ist es für mich, davon sprechen zu hören, wie beschämend, es niederzuschreiben.“ – Der Weg zu Christus, S. 32. 4. Eine völlige Übergabe 29.07. (Di) a. Was war das ernste Verlangen des Paulus für die Gläubigen? Römer 12, 1; 1. Thessalonicher 5, 23. „Obwohl diese Worte an das alte Volk Israel gerichtet sind, enthalten sie doch auch eine Lehre für das Volk Gottes unserer Zeit. Wenn der Apostel seine Brüder aufruft, ihre Leiber als ‚Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei‘ darzubieten, so unterstreicht er damit die Grundsätze wahrer Heiligung, bei der es sich nicht um eine bloße Theorie, eine Gefühlsaufwallung oder ein leeres Wort handelt, sondern um einen lebendigen und wirksamen Grundsatz, der sich im Alltag bewährt. Heiligung schließt ein, dass wir so essen, trinken und uns kleiden, dass wir körperlich, geistig und sittlich gesund bleiben. Dann bieten wir unseren Leib dem Herrn nicht als ein durch falsche Gewohnheiten verdorbenes Opfer an, sondern als ein ‚Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei.‘“ – Biblische Heiligung, S. 17. 18. „Wir sollen uns dem Dienst für den Herrn hingeben und dieses Opfer so vollkommen wie möglich zu bringen suchen. Gott wird nur Wohlgefallen am Besten haben, das wir ihm geben können. Die ihn von ganzem Herzen lieben, wird der Wunsch beseelen, zu tun, was in ihren Kräften steht. Sie werden ständig versuchen, ihr ganzes Wesen in Übereinstimmung mit den Geboten zu bringen, die sie befähigen, seinen Willen zu tun.“ – Patriarchen und Propheten, S. 329. 330. b. Was lag der Menge auf dem Herzen, als sie die Rede des Petrus am Pfingsttag hörte? Apostelgeschichte 2, 37. 38. „Nun [erfuhr die Menge] von den Jüngern, dass sie Gottes Sohn gekreuzigt hatten. Priester und Oberste zitterten. Schuldgefühl und Angst ergriffen das Volk. ‚Als sie aber das hörten, ging‘s ihnen durchs Herz, und sprachen zu Petrus und zu den andern Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun?‘ Unter den Zuhörern befanden sich fromme, in ihrem Glauben aufrichtige Juden. Die Vollmacht, die aus den Worten des Redners sprach, überzeugte sie davon, dass Jesus wirklich der Messias war… Petrus wies die ihres Unrechts Überführten nachdrücklich auf die Tatsache hin, dass sie Christus nur verworfen hatten, weil sie sich von den Priestern und Obersten hatten täuschen lassen. Wenn sie fortführen, diese Männer um Rat zu fragen, und Christus erst anerkennen wollten, wenn jene sich auch dazu entschlossen, nahmen sie ihn nie an. Obwohl diese einflussreichen Männer Frömmigkeit vorschützten, waren sie doch begierig nach irdischem Reichtum und weltlicher Ehre. Sie waren nicht bereit, zu Christus zu kommen und sich von ihm erleuchten zu lassen.“ – Das Wirken der Apostel, S. 44. 45. 5. Die Hingabe bewahren 30.07. (Do) a. Was bewirkt die Überzeugung, dass wir dem Herrn völlig geweiht sein und das Bild Christi tragen können? Philipper 2, 12. 13. „Gott will nicht, dass ihr fürchtet, er werde es unterlassen, seine Verheißungen zu erfüllen, oder seine Geduld werde ermüden, oder sein Mitleid nachlassen. Aber fürchtet, dass euer Wille dem Willen Christi nicht untertan bleibe, dass eure angeerbten, eure anerzogenen und von euch genährten Charakterzüge euer Leben beherrschen. ‚Denn Gott ist‘s der in euch wirket beide, das Wollen und das Vollbringen.‘ Fürchtet, dass das eigene Ich sich zwischen eure Seele und den großen Meister dränge, fürchtet, dass das eigene Ich den hohen Zweck vereitle, den Gott durch euch zu erreichen wünscht. Fürchtet, eurer eigenen Kraft zu vertrauen; fürchtet, eure Hand der Hand Christi zu entziehen und zu versuchen, den Pfad des Lebens ohne seine stetige Gegenwart zu wandeln.“ – Christi Gleichnisse, S. 159. b. Wie können Standhaftigkeit im Glauben und völlige Hingabe an rechte Grundsätze bewahrt werden? Galater 2, 20; Matthäus 16, 24. 25. „Wer die Segnungen der Heiligung erlangen will, muss zuvor verstehen lernen, was Selbstaufopferung bedeutet. Das Kreuz Christi ist die Hauptsäule, an der ‚eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit‘.“ – Das Wirken der Apostel, S. 557. 588. „Du kannst zwar dein Herz nicht verändern, du kannst Gott aus eigener Kraft nicht lieben; es liegt aber in deiner freien Wahl, ihm zu dienen. Du kannst ihm deinen Willen übergeben, dann wird er in dir das Wollen und das Vollbringen nach seinem Wohlgefallen wirken… Bei richtiger Übung des Willens tritt ein völliger Wechsel in deinem Leben ein. Wenn du dein Wollen Christus gänzlich unterwirfst, vereinst du dich mit einer über alle Herrschaft und Gewalt erhabenen Macht. Du wirst Stärke von oben erhalten, standhaft zu bleiben; du wirst dich dem Herrn immer wieder weihen und so fähig sein, ein neues Leben, ein Glaubensleben zu führen.“ – Der Weg zu Christus, S. 33. 34. Fragen zur persönlichen Wiederholung 31.07. (Fr) 1. Was ist notwendig für den Erfolg im Kampf gegen den Feind unserer Seelen? 2. Worin besteht der eigentliche Kampf, um über einen bereits besiegten Feind den Sieg zu erringen? 3. Was können wir aus Christi Gabe für unsere Erlösung lernen? 4. Was ist Gottes Ziel für die Gläubigen, sowohl körperlich als auch geistlich? 5. Was erfahren wir täglich, wenn unser Wille mit dem Willen Gottes übereinstimmt? |