8. Lektion Sabbat, den 22. August 2026


Wachstum in Christus

LEITTEXT: „Zu schaffen den Traurigen zu Zion, dass ihnen Schmuck für Asche und Freudenöl für Traurigkeit und schöne Kleider für einen betrübten Geist gegeben werden, dass sie genannt werden die Bäume der Gerechtigkeit, Pflanzen des Herrn zum Preise.“ (Jesaja 61, 3.)

Zum Lesen empfohlen: Der Weg zu Christus, Kapitel 8, S. 48-55.

„Um ein heiliges Leben zu führen, seid ihr ebenso abhängig von Christus wie ein Zweig, der wachsen und Frucht bringen soll, vom Stamme.“ – Der Weg zu Christus, S. 49.

1. Schlüssel zum Wachstum 16.08. (So)

a. Wie veranschaulicht die Schrift die christliche Entwicklung? Jesaja 61, 3; 1. Petrus 2, 2; Epheser 4, 14. 15; Markus 4, 26. 27.

„Keinerlei Weisheit und Geschicklichkeit der Menschen ist in der Lage, in dem kleinsten Gegenstand der Natur Leben zu erwecken. Nur vermittels des von Gott gegebenen Lebens können Pflanzen und Tiere bestehen. Ebenso wird das geistliche Leben im Herzen des Menschen nur durch die vom Allwaltenden verliehene Kraft erzeugt.“ – Der Weg zu Christus, S. 48.

b. Was veranschaulicht unsere Abhängigkeit von Christus für unser Wachstum und unsere Entwicklung? Hosea 14, 6-8; 1. Korinther 3, 6. 7.

„In der unvergleichlichen Gabe seines Sohnes legt Gott um die Erde eine Gnadenhülle, so wirklich wie der Luftring, der den Erdball umschließt. Alle, die diese lebenspendende Luft einatmen, werden leben und zur vollen Reife von Männern und Frauen in Christus heranwachsen. Wie sich die Blumen der Sonne zukehren, damit ihre leuchtenden Strahlen sie in ihrer Schönheit und ihrem Ebenmaß vervollkommnen, so müssen auch wir uns der Sonne der Gerechtigkeit zuwenden, damit uns das Himmelslicht umscheine und wir mehr und mehr dem Herrn ähnlich werden.“ – Der Weg zu Christus, S. 49.

2. Unser hilfloser Zustand 17.08. (Mo) 

a. Welchen wichtigen Punkt betonte unser Herr gegenüber seinen Jüngern, kurz bevor er seinen irdischen Dienst vollendete? Johannes 15, 4-7.

„Viele meinen, dass sie einen Teil des Werkes selbst tun müssen. Was die Vergebung ihrer Sünden anbelangt, so vertrauen sie auf Christus, dann aber versuchen sie aus eigener Kraft, recht zu leben. Alle derartigen Bemühungen müssen fehlschlagen. Jesus spricht dies aus mit den Worten: ‚Ohne mich könnt ihr nichts tun.‘ Unser Wachstum in der Gnade, unsere Freude, unsere Brauchbarkeit hängen gänzlich von unserer Gemeinschaft mit Christus ab. Wenn wir täglich, ja stündlich mit ihm leben und verkehren, wenn wir in ihm bleiben, dann schreiten wir auch in der Gnade voran. Er ist nicht nur der Anfänger, sondern auch der Vollender unseres Glaubens. Christus ist der Erste und der Letzte und der Ewige. Er soll aber nicht nur am Anfang und am Ende unseres Wandels bei uns sein, sondern bei jedem Schritt und Tritt.“ – Der Weg zu Christus, S. 50.
„Wenn du gewillt bist, Sanftmut und Herzensdemut in Christi Schule zu lernen, wird er dir gewiss Ruhe und Frieden geben. Es ist ein furchtbar harter Kampf, deinen eigenen Willen und Weg aufzugeben. Hast du aber diese Lektion gelernt, wirst du Ruhe und Frieden finden. Stolz, Selbstsucht und Ehrgeiz müssen überwunden werden; dein Wille muss eins sein mit dem Willen Jesu. Das ganze Leben kann zum dauernden Liebesopfer werden: jede Handlung eine Kundgebung der Liebe, jedes Wort eine Äußerung der Liebe. Wie das Leben des Weinstocks durch Stamm und Zweige kreist und bis zu den niedrigsten Fasern hinabreicht und hinaufreicht bis zum allerhöchsten Blatt, so will die Gnade und Liebe Christi brennen und in der Seele überreichlich vorhanden sein und ihre Tugenden in jeden Bereich des Lebens senden und jede Handlung des Leibes und Geistes durchdringen.“ – Bibelkommentar, S. 263.

b. Was ist das Geheimnis des Wachstums in Christus? Kolosser 2, 6; Hebräer 10, 38.

„Ihr übergabt euch Gott, um gänzlich sein eigen zu sein, um ihm zu dienen und zu gehorchen, ihr nahmt Christus als euren Heiland an. Ihr konntet euch nicht selbst von euern Sünden reinigen, konntet nicht eure Herzen umschaffen; aber mit eurer Hingabe an Gott bekundet ihr das feste Vertrauen, dass er dies alles um Christi willen für euch tun würde. Durch den Glauben wurdet ihr Christi Eigentum, und durch den Glauben müsst ihr in ihm wachsen, indem ihr gebt und nehmt. Ihr müsst alles geben, eure Herzen, euren Willen, eure Dienste, euer eigenes Ich, wenn ihr alle seine Gebote erfüllen wollt; ihr müsst alles nehmen – Christus als die Fülle alles Segens, damit er in euern Herzen wohne, eure Stärke, eure Gerechtigkeit und euer ewiger Helfer sei und euch Kraft zum Gehorsam schenke.“ – Der Weg zu Christus, S. 50.

3. Tägliche Weihe 18.08. (Di) 

a. Was ist die erste Pflicht der Kinder Gottes, wenn sie den Tag beginnen? Psalm 5, 4.


„Eure erste Pflicht in der Morgenstunde sei es, euch Gott zu weihen. Euer Gebet laute: ‚Nimm mich, o Herr, ganz als dein Eigentum. Ich lege alle meine Pläne zu deinen Füßen. Gebrauche mich heute in deinem Dienst. Bleibe in mir und gib mir Kraft, mein ganzes Werk in dir zu vollbringen.‘ Dies sei eure tägliche Aufgabe. Jeden Morgen ergebt euch dem Herrn für den bevorstehenden Tag. Stellt ihm alle eure Pläne anheim, damit sie nach seiner göttlichen Weisheit zur Ausführung gelangen oder unterbleiben. So legt euer Leben Tag für Tag in Gottes Hände, dann wird es Christi Leben immer ähnlicher werden.“ – Der Weg zu Christus, S. 50. 51.

b. Welche Einladung spricht Christus täglich aus? Matthäus 11, 28. 29.

„Ein Wandel in Christus ist ein Leben voller Ausgeglichenheit. Es mag nicht immer von Wonnegefühlen erfüllt sein, sollte aber in einem dauernden, friedlichen Vertrauen bestehen. Eure Hoffnung liegt nicht in euch, sondern in Christus. Eure Schwachheit verbindet sich mit seiner Stärke, eure Unwissenheit mit seiner Weisheit, eure Gebrechlichkeit mit seiner Ausdauer und Kraft. So sollt ihr nicht auf euch selbst sehen, nicht euch selbst zum Mittelpunkt eurer Gedanken machen, sondern auf Christus blicken. Denkt seiner Liebe, der Schönheit und Vollkommenheit seines Wesens nach. Christus in seiner Selbstverleugnung, in seiner Demut, in seiner Reinheit und Heiligkeit, in seiner unbeschreiblichen Liebe sollte euch mit ernsten Betrachtungen erfüllen. Nur wenn wir ihn lieben, wenn wir seinem Beispiel folgen, wenn wir uns gänzlich auf ihn verlassen, werden wir in sein Bild verwandelt werden.“ – Der Weg zu Christus, S. 51.

c. Was ist der Schlüssel zu innerem Frieden? Jesaja 26, 3. 4; 30, 15.

„Alle, die Christus beim Wort nehmen und ihm ihre Herzen übergeben, dass er sie bewahre, und ihr Leben, dass er es ordne, werden Ruhe und Frieden finden. Nichts auf der Welt kann sie betrüben, wenn Jesus sie durch seine Gegenwart glücklich macht. Völlige Hingabe verbürgt völligen Frieden… Unser Leben mag einem unentwirrbaren Knäuel ähneln; wenn wir uns aber dem erfahrenen Meister aller Meister anvertrauen, wird er es zu seiner Verherrlichung in ein beispielhaftes Leben und zu einem vorbildlichen Charakter umformen…
Da wir durch Christus zur Ruhe eingehen, beginnt der Himmel bereits auf Erden. Wir folgen seiner Einladung: ‚Kommet ... und lernet von mir.‘ Damit nimmt für uns das ewige Leben seinen Anfang.“ – Das Leben Jesu, S. 323.

4. Nachdenken bewirkt Veränderung 19.08. (Mi) 

a. Was ist das Ergebnis, wenn der Sinn bei Jesus verweilt, anstatt auf sich selbst zu schauen? 2. Korinther 3, 18.


„Schauen wir mit Augen des Glaubens beständig auf Jesus, dann werden wir stark werden. Gott wird seinem hungernden und dürstenden Volk die herrlichsten Offenbarungen schenken und es erfahren lassen, dass Christus ein persönlicher Erlöser ist. Alle, die sein Wort in sich aufnehmen, merken bald, dass es Geist und Leben ist. Das Wort überwindet (engl.: zerstört) die irdische Natur und verleiht in Jesus Christus neues Leben. Der Heilige Geist naht sich der Seele als Tröster. [Die folgenden vier Sätze sind nach dem englischen Original zitiert.] Durch die umwandelnde Kraft seiner Gnade wird das Ebenbild Gottes in dem Jünger hergestellt; er wird eine neue Kreatur. Liebe tritt an die Stelle von Hass, und das Herz wird Gott ähnlich.“ – Das Leben Jesu, S. 383.
„Wenn die Gedanken bei dem eigenen Ich verweilen, wenden sie sich von Christus, der Quelle des Lebens und der Kraft, ab. Darum ist es Satans fortwährendes Bestreben, unsere Aufmerksamkeit von Christus abzulenken, damit jegliche Gemeinschaft mit ihm verhindert werde. Die Freuden der Welt, die Sorgen, Schwierigkeiten und Trübsale des Lebens, die Gebrechen anderer oder die eigenen Schwächen und Unvollkommenheiten sind es, auf die er eure Aufmerksamkeit ziehen will. Lasst euch nicht durch seine List täuschen. Selbst gewissenhafte Menschen, die in Gemeinschaft mit Gott zu leben wünschen, verleitet er dazu, ihr Augenmerk auf ihre Fehler und Schwächen zu richten; indem er sie damit von dem Heiland trennt, hofft er den Sieg davonzutragen. Wir sollten uns nicht zum Mittelpunkt unserer Gedanken machen oder in Angst und Furcht leben, ob wir auch erlöst seien. Dies alles dient nur dazu, die Herzen von der Quelle der Kraft abzuwenden. Übergebt eure Rettung Gott und vertraut ihm. Redet von Jesus und denkt an ihn. Lasst das eigene Ich in ihm aufgehen.“ – Der Weg zu Christus, S. 51. 52.

b. Was können wir aus der Veränderung lernen, die in den Jüngern geschah, nachdem sie mit Christus im täglichen Missionsdienst gewesen waren? Apostelgeschichte 4, 13.

„Durch ein beständiges Aufschauen zu ihm werden wir ‚verklärt in dasselbe Bild von einer Klarheit zu der andern, als vom Herrn, der der Geist ist‘. (2. Korinther 3, 18.)
Auf diese Weise wurden die ersten Jünger dem Heiland ähnlich. Als sie seine Worte hörten, erkannten sie die Notwendigkeit seiner Hilfe. Sie suchten ihn, fanden ihn und folgten ihm. Sie waren mit ihm im Hause, bei Tisch, im Kämmerlein und auf dem Felde. Sie verkehrten mit ihm wie Schüler mit ihrem Lehrer und erhielten täglich von ihm Unterricht in heiligen Wahrheiten. Sie blickten auf ihn wie die Diener auf ihren Herrn, um ihre Pflichten kennenzulernen. Jene Jünger waren Menschen ‚gleich wie wir‘. (Jakobus 5, 17.) Sie hatten denselben Kampf mit der Sünde zu kämpfen wie wir; sie bedurften derselben Gnade, ein heiliges Leben zu führen.“ – Der Weg zu Christus, S. 52. 53.

5. Eine Verheißung für uns 20.08. (Do) 

a. Welche wunderbare Verheißung gab Jesus seinen Nachfolgern, die den Herausforderungen einer feindlich gesinnten Welt gegenüberstehen? Matthäus 28, 20.


„Als Christus gen Himmel fuhr, blieb doch das Gefühl seiner Gegenwart bei seinen Nachfolgern; es war eine persönliche Gegenwart voller Licht und Liebe. Der Heiland Jesus, der mit ihnen gewandelt, mit ihnen geredet, mit ihnen gebetet, der ihren Herzen Trost und Hoffnung zugesprochen hatte, wurde mit der Friedensbotschaft auf den Lippen von ihnen gen Himmel entrückt. Während die Scharen der himmlischen Heere ihn empfingen, hörten die Jünger noch den Klang seiner Stimme: ‚Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.‘ (Matthäus 28, 20.)“ – Der Weg zu Christus, S. 53. 54.

b. Welche wichtige Anweisung hinterließ Jesus seinen Jüngern, damit sie wissen würden, was sie in der Zeit der Not tun sollen? Johannes 16, 23. 24; 14, 16-18.

„Wenn diese Jünger sich nach der Himmelfahrt ihres Herrn versammelten, brachten sie ihre Bitten in Jesu Namen vor den Vater. Mit Ehrfurcht beugten sie sich im Gebet und wiederholten die Verheißung… Sie erhoben ihre Glaubenshände höher und höher mit dem Zeugnis: ‚Christus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferwecket ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns.‘ (Römer 8, 34.) Das Pfingstfest brachte ihnen die Gegenwart des Beistandes, der nach Christi Worten in ihnen sein sollte. Weiter hatte er ihnen gesagt: ‚Es ist euch gut, dass ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch; so ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.‘ Hinfort musste Christus durch seinen Geist beständig in den Herzen seiner Kinder weilen. Ihre Geistesgemeinschaft mit ihm war jetzt enger als vorher die persönliche. Das Licht, die Liebe und Stärke des in ihnen wohnenden Christus fanden einen Widerschein in ihren Gesichtszügen, so dass die Menschen bei ihrem Anblick sich verwunderten; denn sie ‚kannten sie auch wohl, dass sie mit Jesu gewesen waren‘. (Apostelgeschichte 4, 13.)“ – Der Weg zu Christus, S. 54.

Fragen zur persönlichen Wiederholung 21.08. (Fr) 

1. Wenn wir wie Pflanzen wachsen, warum brauchen wir dann Hilfe vom Himmel?
2. So wie Pflanzen Regen brauchen, um zu wachsen – was brauchen wir, um im Geist zu wachsen?
3. Was macht die tägliche Weihe für uns persönlich so wichtig?
4. Warum möchte Gott, dass wir das Ich aus dem Blick verlieren und stets an Jesus denken?
5. Welche Verheißung sollte im Leben jedes Gläubigen tägliche Wirklichkeit sein?

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