13. Lektion Sabbat, den 26. September 2026


Die Freude im Herrn

LEITTEXT: „Sondern freuet euch, dass ihr mit Christo leidet, auf dass ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben möget.“ (1. Petrus 4, 13.)

Zum Lesen empfohlen: Der Weg zu Christus, Kapitel 13, S. 84-94.

„Der Herr möchte gern alle seine Söhne und Töchter glücklich, friedvoll und gehorsam sehen.“ – Der Weg zu Christus, S. 92.

1. Lichtträger 20.09. (So) 

a. Welche Verantwortung gab Jesus seinen Jüngern in dieser Welt? Matthäus 5, 13-16.


„Christen sind dazu bestimmt, Lichtträger auf dem Weg zum Himmel zu sein. Sie sollten einen Abglanz des Lichtes, das sie von Christus erhalten, in die Welt ausstrahlen. Durch ihr Leben und Wesen sollten andere ein rechtes Verständnis von Christus und seinem hehren Amt bekommen.“ – Der Weg zu Christus, S. 84.

b. Was sollen die Gläubigen für alle Menschen sein? Johannes 17, 18. 23; 2. Korinther 5, 20.

„In jedem seiner Kinder sendet Christus der Welt einen Brief. Seid ihr Christi Nachfolger, so sendet er mit euch einen Brief an die Hausgenossenschaft, die Straße und die Stadt, in der ihr lebt. Wenn Christus in euch wohnt, wünscht er sehnlichst, durch euch mit denen zu reden, die ihn noch nicht kennen, die vielleicht die Bibel nicht lesen, die seine Stimme, die aus jeder Seite seines Wortes zu ihnen spricht, nicht hören, oder die Liebe Gottes, die aus seinem Wirken hervorleuchtet, noch nicht sehen. Seid ihr jedoch wahre Jünger Jesu, so mögen sie vielleicht zum Verständnis seiner Güte geleitet und gewonnen werden, Gott zu lieben und ihm zu dienen.“ – Der Weg zu Christus, S. 84.

c. Wie ist es allein möglich, diesen Auftrag zu erfüllen? 2. Korinther 3, 2-5.

2. Gottes Güte 21.09. (Mo) 

a. Was ist der höchste Beweis für Gottes Liebe zu seinen Kindern? Johannes 3, 16; Römer 5, 6-10.


„Wenn wir Gottes Liebe bezweifeln oder seinen Verheißungen misstrauen, entehren wir ihn und betrüben seinen Heiligen Geist. Welche Gefühle stiegen wohl in einer Mutter auf, wenn ihre Kinder fortwährend über sie klagten, als meinte sie es nicht gut mit ihnen, während doch ihr ganzes Leben in dem Bestreben aufging, das Wohl ihrer Kinder zu fördern und sie mit allen Annehmlichkeiten zu umgeben? Gesetzt, solche Kinder bezweifelten die Liebe der Mutter, würde dies nicht ihr Herz brechen? Wie empfände es ein Vater, würde er so von seinen Kindern behandelt? Was soll nun unser himmlischer Vater von uns denken, wenn wir seiner Liebe nicht vertrauen? Sie allein hat ihn bewogen, seinen eingeborenen Sohn in den Tod zu geben, damit wir das ewige Leben erlangen. Der Apostel schreibt: ‚Welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?‘ (Römer 8, 32.) Dennoch, wie viele sprechen, obschon nicht mit Worten, so doch durch ihre Handlungen: ‚Gott hat dies nicht für mich beabsichtigt. Er liebt vielleicht andere, aber nicht mich.‘“ – Der Weg zu Christus, S. 86. 87.

b. Was beweist, dass Gott seinen Kindern alles geben will? Römer 8, 32.

„Du, der du dich am unwürdigsten fühlst, fürchte dich nicht, deine Sache Gott anzuvertrauen. Als er sich selbst in Christo für die Sünden der Welt dahingab, übernahm er den Fall einer jeden Seele. „Welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschonet, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?“ (Römer 8, 32.) Wird er diese gnadenvolle Verheißung, die er zu unserer Ermutigung und Stärkung gegeben hat, nicht auch erfüllen? 
Christus wünscht nichts sehnlicher, als sein Erbteil von der Herrschaft Satans zu erlösen.“ – Christi Gleichnisse, S. 172.

c. Wie kann sich diese Liebe in uns widerspiegeln? 1. Johannes 4, 9-12.

„Mitarbeiter Christi müssen Christus kennen, wenn ihre Bemühungen Gelingen haben sollen. Um ihn aber zu kennen, müssen sie seine Liebe erfahren haben. Im Himmel wird ihre Fähigkeit als Mitarbeiter Gottes daran gemessen, ob sie so lieben können, wie Jesus geliebt hat, und so arbeiten können, wie er gearbeitet hat.
‚Lasset uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge‘, ermahnt der Apostel, ‚sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.‘ Die Vollkommenheit des christlichen Charakters wird erreicht, wenn der Antrieb, dem Nächsten zu helfen und ihm zum Segen zu sein, ständig dem Innern des Gläubigen entspringt. Gerade diese Atmosphäre der Liebe, die den Gläubigen umgibt, macht ihn für andere zu einem Geruch des Lebens zum Leben, und Gott wird in die Lage versetzt, seine Arbeit zu segnen.“ – Das Wirken der Apostel, S. 549.

3. Christi Prüfungen 22.09. (Di) 

a. Was kennzeichnete das Leben Christi in seinem Werk für die Erlösung der Menschen? Jesaja 53, 10. 7.


„[Christi] Leben war eine beständige Selbsthingabe. Er besaß kein Heim in dieser Welt, außer wenn Freunde ihn aus Güte als einen Wanderer aufnahmen. Er kam, um unsertwillen das Leben der Ärmsten zu führen und unter den Bedürftigen und Leidenden zu wandeln und zu wirken. Unerkannt und ungeehrt verkehrte er mit und unter dem Volk, für das er so viel getan hatte.“ – Diener des Evangeliums, S. 26.
„[Die Tränen des Sohnes Gottes] flossen nicht um seinetwillen, obgleich er genau wusste, wohin sein Weg ihn führte. Vor ihm lag Gethsemane, der Schauplatz seines bevorstehenden Leidens. Das Schaftor, durch das seit Jahrhunderten die Schlachtopfer geführt worden waren, und das sich auch vor ihm auftun sollte, wenn er wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt würde, war ebenfalls zu sehen. (Jesaja 53, 7.) Nicht weit davon lag Golgatha, die Stätte der Kreuzigung. Auf den Pfad, den er bald zu betreten hatte, mussten die Schatten tiefer Finsternis fallen, da Christus seine Seele zu einem Sühnopfer für die Sünde geben sollte. Doch es war nicht der Anblick dieser Schauplätze, der in dieser Stunde allgemeiner Fröhlichkeit Schatten auf ihn warf. Keinerlei Ahnungen von seiner eigenen übermenschlichen Angst trübten das selbstlose Gemüt. Er beweinte das Los der Tausende in Jerusalem, die Blindheit und Unbußfertigkeit derer, die zu segnen und zu retten er gekommen war.“ – Der große Kampf, S. 18. 

b. Was gab Jesus in seinem Leiden und in seiner Prüfung die Kraft, sein Werk zu vollenden? Jesaja 53, 11; Hebräer 12, 2.

„Die Folge des Kampfes unseres Heilandes mit den Mächten der Finsternis ist die Freude der Erlösten, die in alle Ewigkeit zur Verherrlichung Gottes widerhallt. Und der Wert jeder Seele ist so groß, dass dem Vater durch den bezahlten Preis genüge getan ist und Christus selbst Genugtuung empfindet, wenn er die Früchte seines großen Opfers sieht.“ – Der große Kampf, S. 651.
„Man hört so oft sagen, Jesus habe geweint, aber es sei nichts davon bekannt, dass er jemals gelächelt habe. Unser Heiland war wohl ein Mann der Schmerzen; Kummer und Betrübnis waren ihm nicht fremd; denn sein Herz stand den Leiden aller offen. Aber obgleich sein Leben ein Leben der Selbstverleugnung war und von Mühen und Sorgen beschattet wurde, ließ sich doch sein Geist nicht niederdrücken. Sein Antlitz trug nicht den Ausdruck von Gram und Verdruss, sondern war stets heiter und voller Frieden. Sein Herz war die tiefe Lebensquelle; wohin er auch immer ging, brachte er Ruhe und Frieden, Freude und Wonne mit sich.“ – Der Weg zu Christus, S. 88.

4. Freuet euch inmitten von Prüfungen 23.09. (Mi) 

a. Was wird dem Gläubigen zur Verfügung gestellt, damit er in diesem geistlichen Kampf siegen kann, wenn er mit Versuchungen konfrontiert wird? Epheser 6, 11-18.


„Alle leiden unter Prüfungen, Schmerz und Trauer, die schwer zu ertragen sind, Versuchungen, denen nur mühsam zu widerstehen ist. Klagt eure Sorgen nicht euren Mitmenschen, sondern bringt sie im Gebet vor Gott. Macht es euch zur Regel, nie ein Wort des Zweifels oder der Niedergeschlagenheit auszusprechen. Ihr könnt viel dazu beitragen, das Leben anderer zu erheitern und sie in ihren Bestrebungen durch Worte der Hoffnung und heiliger Aufmunterung zu stärken.“ – Der Weg zu Christus, S. 88.

b. Warum zögern viele zwischen Glauben und Zweifel, wenn sie versucht und geprüft werden? Was sollten sie tun? Matthäus 14, 28-31; Jakobus 1, 2.

„Manche, die sonst unerschrocken sind, werden empfindlich von Versuchungen gepeinigt; sie sind nahe daran, im Kampfe mit sich selbst und den Mächten Satans zu unterliegen. Entmutigt solche nicht in ihren schweren Anfechtungen. Richtet sie mit begeisternden, hoffnungsfreudigen Worten auf, die sie auf ihrem Wege anspornen. Wenn ihr so handelt, wird Christi Licht von euch ausstrahlen; ‚denn unser keiner lebt sich selber‘. (Römer 14, 7.) Durch unsern unbewussten Einfluss werden andere entweder gestärkt oder von Christus und seiner Wahrheit weggetrieben.
Viele Menschen haben eine irrige Vorstellung von dem Leben und Wesen Christi. Sie meinen, dass dem Erlöser Wärme und Sonnenschein gemangelt habe, dass er ernst, streng und freudlos gewesen sei. In vielen Fällen enthält die ganze christliche Erfahrung durch so dunkle Bilder einen trüben Anstrich.“ – Der Weg zu Christus, S. 88.

c. Wie bleibt der Weg der Gerechten auch inmitten von Prüfungen hell? Sprüche 4, 18; Philipper 4, 4.

„Der Weg mag rau, der Anstieg steil erscheinen; zur Rechten und Linken mögen Abgründe gähnen; es mögen auf unserer Reise mancherlei Schwierigkeiten zu überwinden sein; sind wir müde und sehnen uns nach Ruhe, müssen wir vielleicht doch weiter voran; wenn wir matt sind, mag uns immer noch Kampf beschieden sein, und mutlos geworden, heißt es dennoch weiter zu hoffen. Ist jedoch bei alledem Christus unser Führer, dann werden wir schließlich die ersehnte Ruhestatt erreichen. Christus selbst ist vor uns diesen rauen Pfad gegangen und hat uns schon den Weg geebnet.
Am Rande des steilen Pfades, der zum ewigen Leben führt, finden sich überall Brunnen der Freude, den Müden zur Erquickung.“ – Das bessere Leben, S. 115. 116. 

5. Unser Lohn und unsere Freude 24.09. (Do) 

a. Welche Verheißung Jesu sollte uns Grund zur Freude und zum Lob unseres himmlischen Vaters geben? Jesaja 41, 10; Lukas 12, 32; 1. Petrus 4, 13.

„Es ist nicht der Wille Gottes, dass seine Kinder mit Sorgen beladen dahinwandeln. Aber unser Herr täuscht uns nicht. Er sagt nicht: ‚Fürchtet euch nicht; auf euren Lebenswegen gibt es keine Gefahren.‘ Er weiß, dass Prüfungen und Fährnisse unser warten, und handelt demgemäß mit uns. Es liegt nicht in seiner Absicht, uns aus einer Welt voll Sünde und Übel zu entrücken, sondern er weist auf die Hilfe hin, die uns nie im Stich lässt.“ – Der Weg zu Christus, S. 90. 91.

b. Nenne einige weitere wunderbare Verheißungen des Friedens und der Freude, die Jesus gegeben hat. Johannes 14, 1-3. 27; 15, 11; 16, 20.

„Wohl müssen wir mit neuen Verwicklungen in dem bevorstehenden Kampf rechnen, aber wir können sowohl auf das Vergangene als auch auf das Zukünftige blicken und sagen: ‚Bis hierher hat uns der Herr geholfen.‘ ‚Wie deine Tage sei deine Kraft.‘ (5. Mose 33, 25; Parallelbibel). Die uns auferlegten Prüfungen werden unsere Kraft nicht übersteigen. Lasst uns da wirken, wo wir gerade Arbeit finden, und glauben, dass in allen Fällen die Widerstandsfähigkeit der Größe der Versuchung entspricht!
Zur gegebenen Zeit werden sich die Pforten des Himmels öffnen und den Kindern Gottes Eintritt gewähren. Dann werden von den Lippen des Königs der Herrlichkeit wie der lieblichste Wohlklang die Worte zu ihren Ohren dringen: ‚Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!‘ (Matthäus 25, 34)…
Im Hinblick auf dieses herrliche Erbteil, das seiner wartet, ‚was kann der Mensch geben damit er seine Seele wieder löse?‘ (Matthäus 16, 26)… Der errettete, von Sünden gereinigte Mensch mit allen seinen edlen Kräften ist im Dienste Gottes von unübertrefflichem Wert. Freude herrscht im Himmel in der Gegenwart Gottes und seiner heiligen Engel über einen einzigen Erlösten, eine Freude, die in Gesängen und lieblichen Jubelliedern ihren Ausdruck findet.“ – Der Weg zu Christus, S. 93. 94.

Fragen zur persönlichen Wiederholung 25.09. (Fr) 

1. Wie werden alle, selbst diejenigen, die die Bibel nicht kennen, mit der Wahrheit erreicht werden?
2. Wie zeigt der Herr seine grenzenlose Liebe zu den Menschen?
3. Was war Jesu Quelle der Gewissheit, als er seinem Leiden und Tod entgegensah?
4. An welche Vorsorge sollten wir uns erinnern, wenn wir Prüfungen begegnen?
5. Was sollte im täglichen Leben stets im Sinn des Gläubigen sein?

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